US-Rezession trotz starkem Dollar erwartet

Für die US-Wirtschaft brechen schwere Zeiten in den nächsten Wochen und Monaten an. Trotz der Erhöhung des Leitzinssatzes durch die FED und einer Stabilisierung des Dollar-Kurses rechnen Wirtschaftsexperten mit einem deutlichen Wirtschaftsabschwung.

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Symbolbild

Gründe für die aktuelle Rezessionsgefahr

Die Gründe für die aktuell so kritische Situation sehen Analysten in verschiedenen Punkten:

  • Zum einen in der Pandemie der vergangenen Jahre. Hier wurden zur Stützung der Wirtschaft bereits erhebliche Finanzpakete verabschiedet, so dass für weitere umfassendere Hilfsmaßnahmen im Moment einfach das Geld fehlt.
  • Eine verfehlte Zinspolitik der FED. Diese hat versucht, die Zinsen möglichst niedrig zu halten und somit einer Inflationsgefahr entsprechend Vorschub gegeben.
  • Internationalisierung der Lieferketten. Durch Verlagerung von Produktionen ins Ausland oder dem Import von zum Teil wirtschaftlich wichtigen Gütern ist die amerikanische Wirtschaft deutlich anfälliger als noch vor 50 Jahren. Demzufolge ist es entsprechend schwerer, negative Folgen der Weltwirtschaft auf die US-Amerikanische Wirtschaft abzufedern.
  • Eine verfehlte Politik: Die Politik der letzten Jahre basierte darauf, den Status als Supermacht zu erhalten – und das auf Kosten der Wirtschaft. Hier sei nur der regelrechte Handelskrieg gegen China und die Sanktionspolitik gegenüber Russland zu nennen. Beides sind Maßnahmen, welche die Wirtschaft noch auf Jahre belasten werden und die Gefahr für eine Rezession deutlich erhöht.

 

Schutzmaßnahmen vor Rezession unzureichend

Führende Köpfe aus den Bereichen der amerikanischen Wirtschaft sowie der Politik sehen die Wirtschaft Ihres Landes auf eine Rezession zusteuern. Dabei erheben sie nicht nur gegenüber der FED schwere Vorwürfe, die Ihrer Meinung nach zu spät reagiert hat und mit der Erhöhung um 0,75% zum Teil unter den Erwartungen der Analysten geblieben ist. Dass dies die größte Erhöhung seit 1994 war, ist für die Experten dabei bedeutungslos.

 

Mindestens ebenso schwer wiegt Ihrer Meinung nach die aktuelle Politik der amerikanischen Regierung. Tatsächlich unternimmt die US-Regierung momentan erstaunlich wenig, um Ihre Bevölkerung vor den Auswirkungen einer Rezession zu schützen. Zwar wurden schon verschiedene Pakete zur Belebung der Wirtschaft verabschiedet, doch geschah das noch vor der aktuellen Wirtschaftskrise und vor allem als Reaktion auf die fast zwei Jahre andauernde Pandemie, die das Land wirtschaftlich bereits schwer getroffen hatte. Zu diesen Paketen zählte unter anderem das Förderprogramm für die Infrastruktur. Aber selbst das ist bislang noch nicht so umgesetzt worden wie erhofft. 

Folgen einer Rezession wären fatal

Sollte es in den USA tatsächlich zu einer Rezession kommen wären die Folgen für die Supermacht unter Umständen verheerend. Durch mögliche Neuverschuldung und Massenarbeitslosigkeit könnten Wirtschaft und Staat ernsthafte und langfristige Schäden davon tragen. So könnten zum Beispiel ganze Industriezweige wie z.B. die Stahlindustrie besonders stark schrumpfen oder sogar regelrecht verschwinden.

In jedem Fall hätte eine Rezession katastrophale Folgen für den Finanzsektor bzw. den Finanzhandel. So erwarten z.B. die besten Forex-Handelsplattformen Einbrüche beim Devisenhandel, wie man sie sonst in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gesehen hat.

Es gibt mittlerweile sogar Experten, die es nicht für ausgeschlossen halten, dass der Dollar seine Monopolstellung beim weltweiten Handel verlieren könnte und Währungen wie der Yuan oder der Rubel  eine ähnliche Bedeutung im internationalen Handel zukommen könnte.