Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock sieht enormes Wachstumspotenzial für Private Equity, also Kapital für Firmenbeteiligungen oder -übernahmen abseits der Aktienbörsen. Das ergab eine Untersuchung des US-Vermögensverwalters, über die das „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) berichtet. Diese alternativen Anlagen könnten der Untersuchung zufolge in den kommenden Jahren in völlig neue Dimensionen anwachsen. US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur

So sei ein Investment von 20 bis 40 Prozent in privaten Märkten sinnvoll sein, zu denen die Experten Private Equity zählen, sagte Jean Boivin, Analysechef von Blackrocks Investment-Institut. Dieses Urteil hat Gewicht hat, denn der US-Vermögensverwalter betreut weltweit Gelder im Volumen von 6,5 Billionen US-Dollar. Alternative Anlagen profitieren von der Niedrigzinspolitik der Notenbanken, die Anleihen zunehmend unattraktiv erscheinen lässt, während die Profis bei den Aktien immer mehr Angst vor Rückschlägen an den Börsen haben.

Anders als in den USA ist in Deutschland Private Equity weniger weit verbreitet. Versicherungen, Pensionsfonds und Stiftungen haben meist nur einen kleinen Betrag in Beteiligungskapital gesteckt, oftmals liegt der Anteil an der gesamten Anlagesumme nur zwischen einem und drei Prozent. Profi-Investoren versuchten derzeit, ihre Portfolios krisenresistenter zu machen, so der Blackrock-Stratege. „Die besten 25 Prozent der Private-Equity-Häuser erreichen eine Überrendite von zwei bis vier Prozentpunkten gegenüber dem Durchschnittsertrag an den öffentlichen Börsen“, sagte Boivin dem „Handelsblatt“.