VDA-Präsidentin will mehr Tempo bei synthetischen Kraftstoffen

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), dringt auf mehr Tempo bei der Herstellung von synthetischen Kraftstoffen, um die Klimaziele beim Verkehr zu erreichen. „Der Motor ist nicht das Problem, es ist der Kraftstoff aus fossilen Quellen. Deswegen brauchen wir jetzt neben dem Hochlauf der Elektromobilität auch Geschwindigkeit bei der Herstellung von synthetischen Kraftstoffen aus nachhaltigen, CO2 neutralen Quellen“, sagte Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).

Dts Image 4442 Qdamfscpob 3121 800 600Zapfsäule, über dts Nachrichtenagentur

Die synthetischen Kraftstoffe seien notwendig, um den CO2-Ausstoß existierender Fahrzeuge zu reduzieren. „Wir werden 2030 noch bis zu 30 Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren allein auf deutschen Straßen haben. Die müssen möglichst klimaneutrale Kraftstoffe tanken können, so früh wie möglich“, sagte Müller. Nur mit Strom und Kraftstoffen aus nachhaltigen Quellen werde man das Ziel der emissionsfreien Mobilität erreichen. „Diese Technologieoffenheit zum Erreichen der Klimaziele ist alternativlos.“ Um den emissionsfreien Verkehr zu ermöglichen, dringt der Automobilclub ADAC auf Fortschritte bei der Ladeinfrastruktur für Elektro-Fahrzeuge. „Das Laden ist nach wie vor ein komplexer Vorgang – vor allem mit Blick auf die Bezahlmöglichkeit und die zahlreichen verschiedenen Tarife. Aus Verbrauchersicht wäre es wichtig, beim Bezahlen einheitliche Standards zu schaffen und bei den Preisen mehr Transparenz“, sagte ein ADAC-Sprecher den Funke-Zeitungen. Verbraucher müssten vor dem Ladevorgang wissen, was sie am Ende für den getankten Strom zahlen müssen. „Hier sehen wir noch erheblichen Verbesserungsbedarf.“