Verbraucherschützer lehnen Einschränkung der Bahngastrechte ab

Pläne der EU, Entschädigungsansprüche von Bahnreisenden in der Gemeinschaft künftig einzuschränken, stoßen bei Verbraucherschützern auf strikte Ablehnung. „Statt die Rechte der Reisenden zu schützen, arbeiten einige der EU-Mitgliedstaaten daran, die Bahngastrechte zu beschneiden. Das ist fatal“, sagte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

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Damit verpassten sie „die Chance, den Alltag der Menschen zu verbessern“. Anlass für die Kritik sind aktuelle Beratungen der EU-Verkehrsminister über die Einführung einer Klausel über höhere Gewalt zur Entlastung von Bahnunternehmen. „Jede Hintertür, durch die Bahnunternehmen Entschädigungen für Verbraucherinnen und Verbraucher umgehen können, mindert die Attraktivität des Verkehrsmittels Bahn und erhöht die Wahrscheinlichkeit juristischer Auseinandersetzungen“, sagte Müller. Die Bundesregierung müsse sich entschieden dafür einsetzen, dass die Bahngastrechte gestärkt werden. Hintergrund der Beratungen zu den Fahrgastrechten im Bahnverkehr ist ein Vorschlag der EU-Kommission aus dem Jahr 2017. Damals hatte die Brüsseler Behörde einheitliche Regeln für den Bahnverkehr in der EU vorgeschlagen.