Verbraucherschützer: Regierung muss gegen hohe Strompreise vorgehen

Angesichts des neuen Höchststandes der Stromkosten in Deutschland haben Verbraucherschützer die Bundesregierung aufgefordert, die gesetzlichen Regelungen für die Energiepreise zu ändern. „Seit dem Jahr 2000 haben sich die Strompreise in Deutschland für private Haushalte mehr als verdoppelt“, sagte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben). Für die aktuellen Preissteigerungen seien zwar auch die erhöhten Großhandelsstrompreise verantwortlich.

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„Nach wie vor sorgen allerdings hauptsächlich die hohen Netzentgelte, die EEG-Umlage sowie verschiedene Abgaben und Steuern für die zu hohen Strompreise“, so Müller. „Die Bundesregierung muss endlich handeln und eine Strompreisreform angehen.“ Kernpunkte müssten dabei die weitgehende Abschaffung der Stromsteuer, die Finanzierung der Industrieausnahmen am EEG aus Steuermitteln und die Streichung der Industrieausnahmen bei den Netzentgelten sein, forderte der Verbraucherschützer.

„Mit einem niedrigeren Strompreis können Privathaushalte entlastet und die Weichen für die nächste Phase der Energiewende gestellt werden“, sagte Müller dem RND.