Verbraucherschützerin Pop rät von Spritpreisbremse ab

Angesichts steigender Spritpreise hat die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, von einer Spritpreisbremse abgeraten.

Tankstelle am 29.03.2026, via dts Nachrichtenagentur

„Die Erfahrung mit dem letzten Tankrabatt hat gezeigt: Er ist weniger bei den Verbrauchern als bei den Mineralölkonzernen selbst angekommen“, sagte Pop den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). „Deshalb würde ich zumindest in dieser Form davon abraten.“

Sollte der Krieg länger andauern, sei mit weiter steigenden Ölpreisen zu rechnen. „An hohen Spritpreisen werden wir erst mal nicht vorbeikommen“, sagte sie. „Darum sollten die Privathaushalte insgesamt entlastet werden.“ Das sei etwa durch die Senkung der Stromsteuer möglich. „Die wurde schon im Koalitionsvertrag versprochen und liegt auf dem Tisch. Bisher ist sie aber nur für die Industrie, aber nicht die Privathaushalte gekommen“, so Pop. „Das muss sich ändern. Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen diese versprochene Entlastung.“

Vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts und steigender Energiepreise warnt sie auch vor höheren Heizkosten im kommenden Winter. „Ich befürchte, dass Heizen nächsten Winter teurer wird“, sagte Pop den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wenn der Konflikt anhält, werden die Gaspreise weiter steigen und wir müssen für den Winter teuer einkaufen.“

Zugleich verwies sie auf wachsende Konkurrenz auf dem Weltmarkt für Flüssiggas. Viele asiatische Länder sicherten sich derzeit Lieferungen aus Katar. „Wenn aus Katar weniger auf den Weltmarkt kommt, müssen diese Länder stärker anderswo einkaufen, etwa in Norwegen oder den USA – und dann konkurrieren wir direkt mit ihnen“, so Pop.

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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