In der Augsburger AfD rumort es weiter. Der Landtagsabgeordnete Markus Bayerbach hat nun laut einem Zeitungsbericht den Kandidaten der Augsburger AfD Andreas Jurca angezeigt. Der Vorwurf lautet auf Verdacht auf Volksverhetzung. Nun haben der Landes- und der Bezirksvorstand der Alternative für Schwaben eine Stellungnahme abgegeben. Es wird dem Kreisverband Augsburg-Stadt eine Aussprache über den OB-Kandidaten und die Stadtratsliste empfohlen.

Photo-Weidel-Mannes Verdacht auf Volksverhetzung | Landesvorstand der AfD Bayern empfiehlt Kreisverband "Aussprache über den OB-Kandidaten und die Stadtratsliste" Augsburg Stadt News Politik Polizei & Co AfD AfD Augsburg Alternative für Deutschland Jurca Volksverhetzung | Presse Augsburg
Gerd Mannes (re) hier mit Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, wollte sich nicht zum laufenden Verfahren äußern

Die Augsburger AfD kommt nicht zur Ruhe. Markus Bayerbach ist das bisherige Gesicht der Augsburger AfD. Der Landtagsabgeordnete war im April noch als OB-Kandidat der Rechtspopulisten präsentiert worden, im September kam der Rückzug. Der 56-Jährige führte innerparteiliche Differenzen als Gründe auf. Dem Vernehmen nach soll es besonders mit Jurca immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sein. Der 31-jährige Andreas Jurca ist nun der Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland in Augsburg (wir berichteten). Gegen ebendiesen Jurca liegt nun wohl eine Anzeige wegen möglicher Volksverhetzung bei der Staatsanwaltschaft vor, gestellt von Bayerbach (wir berichteten).

Bezirksvorstand äußert sich nicht zu laufendem Verfahren, aber…

Der Bezirksvorstand der AfD Schwaben teilt mit, dass er sich grundsätzlich nicht zu laufenden Ermittlungsverfahren äußert. Er betont, dass die AfD auf dem Boden des Grundgesetzes steht und jegliche Form von Extremismus verurteilt.

Extremistische Positionen haben in der AfD keinen Platz. Parteimitglieder, die dies nicht respektieren, haben mit parteiinterne Ordnungsmaßnahmen zu rechnen, so Gerd Mannes Bezirksvorsitzender der AfD Schwaben. Insbesondere haben die Mitglieder es nicht verdient, wegen individueller Fehler Einzelner in Verruf zu kommen.

Landes- und Bezirksvorstand empfehlen „Aussprache über den OB-Kandidaten und die Stadtratsliste“

Der Landesvorstand der AfD Bayern habe beschlossen, dem Vorstand des Kreisverbandes Augsburg Stadt zu empfehlen, zu einer Mitgliederversammlung zu laden, um die Aussprache über den OB-Kandidaten und die Stadtratsliste der AfD Augsburg Stadt zu führen.

Der Bezirksvorsitzende Gerd Mannes betont außerdem, dass das Kommunalwahlprogramm der AfD Bayern in einer basisdemokratischen Online-Befragung durch die Mitglieder bestätigt und auf dem Landesparteitag vorgestellt wurde. Es stehe für eine starke Heimat, kommunale Selbstverwaltung, mündige Bürger, eine leistungsfähige regionale Wirtschaft und fokussiere die pragmatische Umsetzung von Bürgerinteressen in den Gemeinden und Kreisen.

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Jurca verzichtet auf eine Stellungnahme

Presse Augsburg hat natürlich auch bei Andreas Jurca nachgefragt, wirklich äußern wollte sich der AfD-OB Kandidat aber zu den Vorwürfen nicht: „ich kann das öffentliche Interesse nachvollziehen, aber ich bitte darauf Rücksicht zu nehmen, dass ich bei derzeitigem Stand dem Artikel der Merkur vom Freitag Abend nichts hinzuzufügen habe.“