Der FC Augsburg hatte versäumt sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Im Kellerduell bei Hertha BSC setzte es für den FCA eine verdiente 2:1-Niederlage. Der Siegtreffer für die Hauptstädter fiel allerdings erst in den Schlussminuten.

20200806 1117 .Jpg Fca Mannschaft Media
Rafal Gikiewicz musste sich kurz vor Schluss ein zweites Mal geschlagen geben. | Foto: Krieger

Mit dem Auswärtssieg beim Vorletzten Mainz hatte sich der FC Augsburg zuletzt etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen können. Heute wollte man beim Tabellenfünfzehnten Hertha BSC nachlegen und den 8-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge weiter ausbauen.

Ein früher Treffer nährte die Hoffnungen auf den ersten Sieg im Berliner Olympiastadion in der eigenen Bundesligahistorie. Benes hatte eine Kopfballverlängerung von Hahn zielsicher im Tor von Rune Jarstein unterbringen können (2.). Die Gastgeber zeigten sich geschockt, der FCA war in der Anfangsviertelstunde das bessere Team. Es dauerte einige Minuten, bis sich die „alte Dame“ erholt hatte und selbst besser in die Partie fand. Augsburg ließ sie nun kommen und sie versuchten die Räume zu nutzen. Trotz eines deutlichen Übergewichts bei den Spielanteilen wussten die Hausherren daraus kein Kapital zu schlagen. Die nächste starke Aktion deshalb wieder dem FC Augsburg. Rund zehn Minuten vor der Pause klärte nach einem Niederlechner-Kopfball allerdings der Pfosten für den geschlagenen Jarstein.

Hertha druckvoll

Nach dem Seitenwechsel war Berlin gleich wieder hellwach und drückte auf den Ausgleich.  Gikiewicz hatte unmittelbar nach Wiederbeginn einen strammen Schuss von Cordoba aus der rechten unteren Ecke herausgefischt. Unbeirrt rannte das Hauptstadt-Team an und wurde dafür belohnt. Nach einer mustergültigen Flanke von Darida war Piatek per Kopf zur Stelle (62.). Das 1:1 war spätestens zu diesem Zeitpunkt hochverdient (62.). Der FCA tat sich, wie schon so oft in dieser Saison, schwer Torchancen herauszuspielen.  Trotz der Berliner Überlegenheit konnten die Schwaben den Punkt bis in die Schlussphase festhalten, aber nicht bis zum Schlusspfiff. Tousart war nach einer Berührung von Pedersen im Strafraum zu Fall gekommen. Schiedsrichter Badstübner entschied nach Bestätigung durch den Videoschiedsrichter auf Foulelfmeter. Lukebakio ließ Augsburgs Schlussmann Gikiewicz keine Abwehrchance. Berlin sicherte sich drei wichtige Punkte im Abstiegskampf, Augsburg war wieder einmal offensiv zu harmlos um sich weiter Luft zu verschaffen.

Hertha BSC: Jarstein – Klünter , Stark , M. Dardai – Tousart (90.+1 Alderete ) , Zeefuik (65. Lukebakio), Darida (86.Löwen) , Ascacibar (46. Guendouzi), Mittelstädt (46.Netz)- Piatek , Cordoba

 FC Augsburg: Gikiewicz – Framberger , Gouweleeuw , Uduokhai , Pedersen – Strobl , R. Khedira , Caligiuri , Benes (74.Richter) , Hahn (90.+2 Bazee) – Niederlechner (83. Gregoritsch)

Tore:  1:0 Benes (2.), 1:1 Piatek (62.), 2:1 Lukebakio/ 89. Foulelfmeter

Gelbe Karten: Stark, Lukebakio, Co-Trainer Neuendorf |Hahn,  Pedersen, Gouweleeuw

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

Zuschauer:  keine Zuschauer erlaubt