Mit der multinationalen Militärbeobachter-Abschlussübung „Blue Flag/Fo(u)r Peace Central Europe“ bildet das Vereinte Nationen Ausbildungszentrum Bundeswehr 38 Lehrgangsteilnehmende zum Militärbeobachter aus. Unter ihnen befinden sich auch 25 Soldatinnen aus 20 Nationen.

Eroeffnungsveranstaltung

 

Rund 250 Soldatinnen und Soldaten üben in der Zeit vom 30. Juni bis 6. Juli wieder im Raum Lindau und dem Oberallgäu. Unter den 38 Lehrgangsteilnehmenden des United Nation Military Observer Course (UNMOC) sind in diesem Jahr auch erneut 25 Frauen aus 20 verschiedenen Nationen. Mit der Ausbildung von Militärbeobachterinnen leistet die Bundeswehr einen wichtigen Beitrag für die Vereinten Nationen im Rahmen der Initiative „Frauen, Frieden und Sicherheit“. Diese Initiative war ein zentrales Thema der deutschen Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat.  Sie soll die Rolle von Frauen bei der Friedenssicherung und in Konflikten stärken. Ziel ist es, Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen als zentrale Bestandteile von Außen- und Sicherheitspolitik zu verankern.

Eröffnungsappell auf der Seewiese in Lindau

An der multinationalen Militärbeobachter-Abschlussübung „Blue Flag / Fo(u)r Peace Central Europe“ sind neben Deutschland auch die Partnernationen Österreich, Schweiz und die Niederlande beteiligt. Den Auftakt der Übung bildet ein gemeinsamer Eröffnungsappell am Freitag, den 1. Juli, um 15 Uhr auf der Seewiese der Stadt Lindau unter der musikalischen Begleitung des Heeresmusikkorps Ulm. Die 38 Lehrgangsteilnehmenden auf deutscher Seite müssen sich in den folgenden Tagen zahlreichen Situationen stellen, die ihnen auch in den Einsätzen begegnen können. Wichtige Fragen dabei sind: Wie komme ich mit den Konfliktparteien in Kontakt? Mit welchen Problemen hat die Zivilbevölkerung zu kämpfen? Wie schütze ich mich selbst? UN-Beobachter sind unbewaffnet, ihre einzige Waffe ist das gesprochene Wort.Uebungsszenario Autounfall

„Wer diese Übung und die Ausbildung zum Militärbeobachter durchläuft, kann im fordernden Einsatz bestehen“, erklärt Oberst Werner Klaffus, Kommandeur Vereinte Nationen Ausbildungszentrum Bundeswehr. Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs können die UN-Beobachter dann weltweit an internationalen Friedensmissionen teilnehmen und zur Stabilisierung der Sicherheitslage beitragen. Während „Blue Flag / Fo(u)r Peace Central Europe“ kann es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen in Lindau und dem Oberallgäu kommen. Bereits im Voraus bedanken wir uns für das entgegengebrachte Verständnis der Anwohner. „Wir freuen uns sehr, dass es auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, diese Übung im schönen Allgäu auf die Beine zu stellen.“, sagt Klaffus.