Grenzüberschreitende Verfolgungsfahrt endet auf der A6
Am Freitag, den 23. Mai 2025, ereignete sich in den frühen Morgenstunden eine spektakuläre Verfolgungsfahrt, die von Prag bis in den einspurigen Baustellenbereich der A6 reichte. Der 49-jährige tschechische Staatsbürger wurde dort ohne Widerstand festgenommen.
Flucht über die deutsch-tschechische Grenze
In Prag versuchte eine uniformierte Polizeistreife, den Verdächtigen zu kontrollieren. Dieser ignorierte jedoch die Anhaltesignale und floh in Richtung Deutschland. Um 05:23 Uhr überquerte der Mann die Grenze bei Waidhaus auf der A6. Dabei setzte er seine Flucht unvermindert fort und verursachte am Grenzübergang Schäden an einem Verkehrszeichen und der Umgebung. Drei tschechische Streifenwagen folgten ihm, bevor die Grenzpolizeiinspektion und die Bundespolizei Waidhaus die Verfolgung aufnahmen. Insgesamt beteiligten sich sechs Einsatzfahrzeuge an der dramatischen Nachfahrt, die auch das Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald passierte.
Festnahme im Baustellenbereich der A6
Die Flucht endete im Baustellenbereich zwischen der Rastanlage Oberpfälzer Alb und der Anschlussstelle Sulzbach-Rosenberg. Hier überholte der Mann ein Polizeifahrzeug rechts und benutzte den abgesperrten Seitenstreifen, wodurch er mehrere Warnbarken umfuhr. Durch die Kollision entstanden schwere Schäden an den Vorderreifen seines Fahrzeugs, was ihn schließlich zur Aufgabe zwang. Gegen 06:00 Uhr erfolgte die Festnahme ohne Zwischenfälle. Verletzt wurde niemand. Die Autobahnpolizei Schwandorf übernahm die Unfallaufnahme, und das Fahrzeug des Tatverdächtigen wurde sichergestellt. Am folgenden Tag wurde der Mann einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Amberg vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der Tatverdächtige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht und sieht sich nun einem Ermittlungsverfahren gegenüber.

