Verheerendes erstes Drittel kostet den Augsburger Panthern alles – AEV verliert verdient in Krefeld

Zwei Tage nach dem Heimsieg über Mannheim und zwei Tage vor dem entscheidenden CHL-Spiel in Biel zeigten sich die Augsburger Panther heute von der schlechten Seite. In Krefeld gab es für den AEV aufgrund eines verheerenden ersten Drittels eine verdiente 4:7-Pleite.

Was war da los, Tray Tuomie? | Foto: Hiermayer

Der ärmste Kerl stand im heute im Tor der Augsburger Panther. Roy-Ersatzmann Markus Keller musste bereits nach sieben Minuten seinen Platz wieder für den Stammkeeper räumen. Bereits dreimal war die Scheibe zu diesem Zeitpunkt hinter ihm eingeschlagen, Schuld hatte er daran nur wenig. Zu einfach waren die Krefeld Pinguine unbedrängt und frei vor ihm zum Abschluss gekommen. Nach einem Doppelschlag von Braun und Lagace in der 5. Spielminute war schön Böses zu erahnen. Knapp zwei Minuten später war Trivellatos Schuss von der Latte an die Ausrüstung des Keepers und von dort ins Tor geprallt. Danach wurde Keller erlöst und durch Roy ersetzt. Am peinlichen Augsburger Auftritt in diesem Drittel sollte dies nur wenig ändern. Hodgman und Bruggisser stellten mit weiteren Treffern den Zwischenstand auf 0:5. Nach zwanzig Minuten war die Partie faktisch gelaufen.

Trevelyan trifft zum 100.DEL-Tor

Das der AEV sich dann durch das 100.DEL-Tor von Trevelyan endlich im Spiel angemeldet hatte, sollte am späteren Sieger nichts mehr ändern. Saponari antwortet für den KEV nur 30 Sekunden später und zerstörte alle Hoffnungen auf ein Eishockey-Wunder. Sezemskys Powerplay-Treffer (28.) sorgte dafür, dass Augsburg dieses Drittel für sich entscheiden konnte.

Das „Mr. Europapokal“ Matt Fraser die Panther im Nachschuss sogar noch auf 4:6 heranbringen konnte half nichts mehr. Als Roy zugunsten eines weiteren Feldspielers seinen Kasten geräumt hatte, sorgte Costello mit dem Empty Net Goal für die endgültige Entscheidung.

Klare Leistungssteigerung erforderlich

Das katastrophale erste Drittel kostete dem AEV heute jede Chance darauf nach dem Heimsieg gegen Mannheim weitere Punkte zu sammeln. Weiter geht es für die Schwaben am Dienstag in der CHL in Biel. Mit einer mit heute vergleichbaren Leistung dürfte dort nichts zu holen sein, doch vielleicht setzen die Augsburger Panther wieder einmal ihr erfolgreiches Europapokal-Gesicht auf.

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AEV: Keller, (ab 7. Roy )– Lamb, Haase, Tölzer, McNeill, Valentine, Rogl, Sezemsky – Sternheimer, Payerl, Callahan, Holzmann, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Fraser, Gill, Mayenschein, Ullmann, Hafenrichter

Tore: 1:0 Braun (Bruggisser/Trivellato) 5., 2:0 Lagacé (Kuhnekath/Hospelt) 5., 3:0 Trivellato (Daniel Pietta/ Bruggisser) 7., 4:0 Hodgman (Besse/Braun) 12., 5:0 Bruggisser (Costello/Pietta) 14., 5:1 Trevelyan (Stieler/Haase) 27., 6:1 Saponari (Hodgman/ Cundari) 27., 6:2 Sezemsky (Lamb/LeBlanc) 28., 6:3 Payerl (LeBlanc/McNeill) 44., 6:4 Fraser (Mayenschein/LeBlanc) 59., 7:4 Costello (Pietta/Saponari) 60.

Schiedsrichter:  |  Strafzeiten: Krefeld 14 + 10 Ewanyk  – Augsburg 10 + 10 Callahan

Zuschauer: 4635