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Verkehrsunfälle 2023: Steigende Opferzahlen bei Senioren und Fußgängern, Geschwindigkeit Hauptursache

Steigerung der Verkehrsunfälle mit Personenschaden

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden ist um 0,5 % gestiegen, was insgesamt 5.899 Unfälle ausmacht. Dabei wurden 7.399 Menschen verletzt, was einem Rückgang von 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insgesamt kamen 80 Personen ums Leben, im Vergleich zu 77 im vorherigen Jahr.

Hauptursachen für Unfälle

In vielen Fällen tödlicher Unfälle war überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit ein wesentlicher Faktor. 28 Menschen, das entspricht mehr als einem Drittel der Verkehrstoten, verloren ihr Leben aufgrund von Geschwindigkeitsübertretungen. Diese Raser waren auch für 1.335 Unfälle mit Verletzten verantwortlich.

Die Anzahl der Unfälle, bei denen Alkohol am Steuer im Spiel war, beträgt 571, ein Rückgang von 10,2 %. Alkoholbeeinflussung bleibt eine Hauptursache für schwere Unfälle. Dabei verloren 6 Menschen ihr Leben, und 360 wurden verletzt.

Gefährdete Personengruppen

Der leichte Rückgang bei den tödlich verunglückten Radfahrern zeigt sich in einer Reduktion von 14 auf 12. Die Zahl der verletzten Radfahrer ist dagegen leicht gestiegen und beträgt jetzt 2.255 Personen, was einem Anstieg von 0,2 % entspricht.

Die Beteiligung von Pedelecs an Unfällen hat sich deutlich erhöht, von 645 auf 742 Fälle, was einem Zuwachs von 15,03 % entspricht. Die Anzahl der bei diesen Unfällen verletzten Personen stieg ebenfalls auf 768, ein Anstieg von 14,28 %. Die Zahl der getöteten Pedelec-Fahrer sank allerdings auf 5.

Für Fußgänger gab es einen leichten Anstieg der Unfallbeteiligung von 428 auf 467, was einer Zunahme von 9,1 % entspricht. Die Zahl der verletzten Fußgänger stieg ebenfalls um 6 % auf 370. Besonders stark erhöhte sich die Zahl der tödlich verunglückten Fußgänger von 2 auf 10.

Motorradfahrer zählten ebenfalls zu den Risikogruppen, mit 1.065 Unfallbeteiligten, was nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr ist. 891 dieser Betroffenen wurden verletzt, was einem Rückgang von 4,5 % entspricht, während die Zahl der Toten von 24 auf 19 sank. Überhöhte Geschwindigkeit bleibt hier die Hauptursache.

Die Zahl der Schulwegunfälle ist auf 58 zurückgegangen, verglichen mit 65 im Vorjahr. Die Anzahl der verletzten Schüler fiel von 77 auf 64. Erfreulicherweise gab es keine tödlichen Unfälle auf dem Schulweg.

Bei Senioren (65 Jahre und älter) ist die Unfallzahl von 4.254 auf 4.331 gestiegen, ebenso wie die Zahl der Verletzten von 1.249 auf 1.276. Die Zahl der getöteten Senioren stieg erheblich von 22 auf 36.

In der Altersgruppe der jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) sank die Zahl der Unfälle auf 2.998, und auch die Anzahl der Verletzten reduzierte sich auf 833. Die Zahl der Todesopfer blieb mit 6 konstant.

Regionale Unterschiede bei Verkehrsunfällen

Ein Vergleich der Landkreise zeigt regionale Unterschiede in der Entwicklung der Verkehrsunfälle. Dabei wird deutlich, dass Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in einigen Gebieten besser greifen als in anderen.

Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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