Eine Ellbogenverletzung stoppte Sideris Tasiadis auf dem Augsburger Eiskanal. Der Lokalmatador verpasste so nicht nur den Finallauf, der Weltmeister von 2022 erklärte auch den Verzicht auf die in Kürze anstehenden Weltmeisterschaften.
Für Sideris Tasiadis vom Kanu Schwaben Augsburg endete das Weltcup-Finale auf dem Augsburger Eiskanal unerwartet früh. Der Lokalmatador schied bereits im Vorlauf des C1-Wettbewerbs aus – und das trotz einer zunächst schnellen und technisch sauberen Fahrt. Der Grund: eine Ellbogenverletzung, die sich der 35-Jährige kurz zuvor zugezogen hatte und die ihn daran hinderte, ein Tor korrekt zu befahren.
„Mit einem lädierten Ellbogen an den Start zu gehen, bedeutet immer ein Abwägen. Man hat hier und da gesehen, dass ich diese harten Schläge nicht setzen konnte, das wusste ich aber schon“, erklärte Tasiadis nach dem Rennen.
Strafsekunden verhindern starke Platzierung
Trotz der Einschränkungen zeigte Tasiadis eine beachtliche Leistung – bis auf den entscheidenden Fehler. An einem der Tore konnte er aufgrund seiner Verletzung den nötigen Paddelschlag nicht setzen und befuhr es nicht regelkonform. Die Folge: 50 Strafsekunden und das damit verbundene Aus im Vorlauf.
„Von der reinen Fahrzeit her war ich gut. Ohne die 50 Strafsekunden hätte ich den Vorlauf gewonnen“, analysierte der Augsburger. „Aber man kann noch vier Sekunden schneller fahren. Die Linie, die ich gefahren bin, war eigentlich ganz geil, auch wenn ich nicht so schnell gefahren bin, wie ich könnte.“
WM in Australien ohne Tasiadis
Mit Blick auf seine Gesundheit hat sich der Weltmeister von 2022 nun zu einem klaren Schritt entschieden: Tasiadis wird nicht an der Weltmeisterschaft in Australien teilnehmen, die Ende September stattfindet.
„Es macht keinen Sinn mit der Mannschaft zu fliegen, mit Schmerzen zu trainieren und dann vielleicht vor Ort festzustellen, dass es nicht geht.“
Damit verzichtet einer der erfahrensten und erfolgreichsten deutschen Kanuten auf den Saisonhöhepunkt – und setzt ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit im Leistungssport und Verantwortung gegenüber der eigenen Gesundheit.


