Vermeintliche Gefahrenlage sorgt für Großeinsatz der Polizei in Kempten

Am 07.11.2020, gegen 16:00 Uhr meldete ein 33-jähriger Mitteiler bei der örtlichen Polizeiinspektion, dass seine 37-jährige Bekannte ihn in einer Whatsapp-Nachricht dringend um Hilfe gebeten hatte. Nach ihren Schilderungen sei sie von einer Person mit einer Schusswaffe bedroht worden.

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Eine genaue Abklärung des Sachverhalts durch den Mitteiler war jedoch nicht möglich. Aufgrund der zunächst angenommenen Bedrohungslage sammelten sich eine Vielzahl von Einsatzkräften von Polizei und Rettungsdienst im Bereich des Hildegardplatzes. Zeitweise wurde der Bereich zwischen der Salzstraße, Poststraße und dem Stadtpark durch die Polizei gesperrt.

Nachdem die 37-Jährige telefonisch nicht erreichbar war und die Polizei Kempten von einer Bedrohungslage ausgehen musste, wurde ihre Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Bereich des Stadtparks gewaltsam durch die Polizeibeamten geöffnet und betreten. Beim Zugriff in der Wohnung der Dame konnten die Beamten sie selbst mit zwei Kindern unversehrt antreffen. Eine Bedrohungslage konnte schnell ausgeschlossen werden. Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung räumte die 37-Jährige das Verfassen der Nachricht ein, jedoch stellte sich der Sachverhalt nicht wie ursprünglich angenommen dar.

Die Ermittlungen hierzu wurden durch die Polizei Kempten aufgenommen. Bei dem Einsatz wurden keine Personen verletzt. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Dem Mitteiler ist nach dem bisherigen Ermittlungsstand kein Vorwurf zu machen, denn er teilte der Polizei gutgläubig mit, dass seine Freundin in Gefahr sei.

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