Der ehemalige Vorstand eines Eishockeyvereins aus dem Augsburger Landkreis wurde gestern vom Amtsgericht verurteilt. Der inzwischen 45-Jährige hatte Gelder aus der Vereinskasse veruntreut.20211228 Aev Straubing 2 14

Ein heute 45-jähriger Mann war im Jahr 2021 erster Vorstand des Eishockeyvereins e.V. Königsbrunn und hatte in dieser Funktion die alleinige Verfügungsbefugnis über das Vereinskonto. Unter Vortäuschung einer Rechnungsstellung verschiedener Firmen an den
Verein überwies der Angeklagte sich in 6 Fällen Gelder vom Vereinskonto auf sein
eigenes Konto in Höhe von insgesamt 5049,38 Euro.

Der Schaden wurde zwischenzeitlich an den Eishockeyverein zurückgezahlt.

Gegen den Strafbefehl wegen gewerbsmäßiger Untreue in 6 Fällen, davon in 2 Fällen
in Tateinheit mit Urkundenfälschung und einer Gesamtgeldstrafe von 260 Tagessätzen zu je 40 € legte der Angeklagte Einspruch ein.

Der Fall wurde nun vor dem Augsburger Amtsgericht verhandelt und endete mit einer Verurteilung wie angeklagt, aber nicht wegen Gewerbsmäßigkeit zu einer Gesamtgeldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 25 Euro.

Mit Entfall der Gewerbsmäßigkeit reduziert sich der Strafrahmen von Freiheitsstrafe zwischen 6 Monaten und 10 Jahren auf Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre pro Fall. Der Schaden wurde wieder gutgemacht.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.