Viele Regenüberlaufsysteme sind nicht mit Klärtechnik ausgestattet

Mehr als ein Viertel der in Deutschland für die Kanalisation eingerichteten Regenüberlaufsysteme ist nicht mit Klärtechnik ausgestattet. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor, über die das Nachrichtenportal T-Online berichtet. Die Fraktion befürchtet durch die Klimakrise zunehmende Starkregenereignisse und damit einhergehend eine Minderung der Wasserqualität.

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Das betrifft demnach vor allem Süddeutschland, wo Regenwasser und Schmutzwasser mehrheitlich nicht in getrennten Kanalisationen abgeführt werden. Die Antwort der Bundesregierung lasse auf fehlende Datenerhebung schließen, so die FDP. „Über die Anzahl und Folgen von Starkregenereignissen ist die Bundesregierung nicht informiert, geschweige denn über den Eintrag von Schadstoffen“, sagte die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Judith Skudelny.

„Das einzige was dem Ministerium aus vier Jahre alten Daten bekannt ist: 27 Prozent der Einleitungen von Regenwasser gelangt ungeklärt in die Umwelt und belastet somit Gewässer und Böden.“ Die Große Koalition sehe lediglich die Bundesländer in der Pflicht. Notwendig sei allerdings, dass die Bundesregierung aktuelle, länderübergreifende Daten erhebe und die Länder beim Regenwassermanagment und der Reduzierung des Mischwassereintrag unterstütze, sagte Skudelny. „Starkregen macht bekanntlich nicht an einer Landesgrenze halt.“