Der ECDC Memmingen hat das Heimspiel gegen die Selber Wölfe knapp mit 4:3 verloren. Vor rund 1600 Zuschauern konnten die Indians zwar keine Punkte ergattern, aber am Ende des Tages rund 6000 Euro an die Kartei der Not spenden, was das „Spiel der Herzen“ erneut zu einem großen Erfolg machte. 

Foto: Alwin Zwibel

Alles war angerichtet für einen unterhaltsamen und stimmungsvollen Eishockey-Abend. Die rund 1600 Zuschauer brachten den Hühnerberg zum Leuchten, waren doch vor der Partie blinkende Herzen gegen eine Spende verteilt worden. 6000 Euro kamen so zusammen und wurden u.a. von Vertretern der Indians an die Kartei der Not überreicht.

Auf dem Eis waren beide Teams aber noch nicht in der Stimmung Geschenke zu verteilen und so sahen sich die Memminger gleich nach Beginn arg in die Defensive gedrängt. Die routinierten Gäste brauchten dann auch nur eine gute Minute, um erstmals in Führung zu gehen. Doch nach sieben Minuten dann die Antwort der Hausherren, die durch den starken Patrik Beck zum Ausgleich gelangten. Das erste Drittel ging aber trotzdem klar an die Wölfe, die das Spiel beherrschten. Folgerichtig stellte auch Geisberger mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her.

Im zweiten Drittel hatten sich die Memminger dann besser auf den Gegner eingestellt. Viel mehr Angriffe rollten nun auf das Tor der Selber und das sollte Wirkung zeigen: In der wohl stärksten Phase der Indians erzielten Patrik Beck und Dominik Piskor zwei Tore für die Gastgeber und drehten die Partie. Das Publikum war nun da und kam voll auf seine Kosten. Die große Chance auf einen weiteren Treffer hatte dann Verteidiger Lubor Pokovic, der bei einem Alleingang gefoult wurde und einen Penalty zugesprochen bekam. Diesen brachte der Defensivspezialist allerdings nicht im Tor unter und verpasste somit eine mögliche Vorentscheidung. Dies war doppelt bitter für die Indians, denn kurz vor Drittelende glichen die Gäste aus Oberfranken durch Moosberger aus.