Vier Tote: Ermittler suchen weiter nach Motiv für Gewalttat

WEILHEIM IN OBERBAYERN. Am späten Freitagnachmittag des 11. November 2022 wurde ein schwer verletzter Mann in einem Garten eines Anwesens in der Pistlgasse aufgefunden. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen verliefen erfolglos. Der Mann erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Im Nachgang wurden noch drei weitere Leichen gefunden, darunter auch der mutmaßliche Täter. Die Kriminalpolizei Weilheim hat noch vor Ort unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die Ermittlungen aufgenommen.

Bericht Polizei An Wochenenden Massiv Unterbesetzt

Am Freitag, den 11. November 2022, ging gegen 16.50 Uhr über Notruf die Mitteilung über einen schwer verletzten Mann bei der Integrierten Leitstelle ein. Eine Zeugin hatte im Garten eines Mehrfamilienhauses in der Pistlgasse einen schwer verletzten Mann bemerkt und daraufhin sofort die Polizei und den Rettungsdienst verständigt.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der 60-jährige Mann noch immer nicht ansprechbar. Der Mann erlag trotz der sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Eine sofort eingeleitete Großfahndung der Polizeiinspektion Weilheim mit Unterstützung zahlreicher Einsatzkräfte umliegender Dienststellen verlief zunächst ohne Erfolg. Gegen 19.15 Uhr teilte ein Passant eine leblose Person auf einer Parkbank im Bereich der Holzhofstraße an der Ammer mit. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der 59-jährige Mann bereits tot. Im Zuge der weiteren kriminalpolizeilichen Maßnahmen wurde das Anwesen des 59-jährigen, in Weilheim wohnhaften Mannes betreten. Dort wurden zwei weitere leblose Frauen mit massiven Verletzungen aufgefunden. Ein ebenfalls mitanwesender Notarzt konnte nur noch den Tod der beiden 57-jährigen Frauen feststellen.

Aufgrund der ersten Erkenntnisse aus den kriminalpolizeilichen Untersuchungen gehen die Ermittler davon aus, dass der 59-Jährige zunächst die 57-jährigen Frauen und den 60-jährigen Mann tödlich verletzte und sich anschließend selbst tödliche Verletzungen zufügte. Die Personen standen in einem Verwandtschafts- bzw. Bekanntschaftsverhältnis.

Noch vor Ort nahmen Beamte der Polizeiinspektion Weilheim die ersten Ermittlungen zum Tathergang auf. Diese wurden kurz darauf von Ermittlern des Kriminaldauerdienstes der Kripo Weilheim fortgeführt. Das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizei Weilheim hat, mit Unterstützung des Fachkommissariats für Spurensicherung, mittlerweile unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die weiteren Ermittlungen übernommen.