Viermal geführt und doch verloren – Augsburger Panther verlieren Geisterspiel gegen Köln

Ohne Fans und ohne Glück, so kann man das Heimspiel der Augsburger Panther wohl zusammenfassen. Viermal hatte der AEV – vor aufgrund der Corona-Bedingungen leeren Tribünen – geführt, am Ende reichte dies gegen die Kölner Haie nicht. Augsburg verlor mit 4:5 n.P.. Die Tore für die Schwaben erzielten 2x Puempel, Payerl und Saponari.

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Augsburgs Schlussmann Roy ist nach Verletzung zurück. Hier hatte er gegen den starken Ex-AEVler Jon Matsumoto das Nachsehen. | Foto: Eduard Martin

51 Tage lang hatten die Augsburger Panther auf Olivier Roy verrzichten müssen. Der Keeper hatte sich beim Spiel in Wolfsburg verletzt und musste seitdem passen. An seinem Arbeitsplatz angekommen musste er heute auf die Unterstützung der Fans verzichten. Die Corona-Bedingungen hatten es dem AEV unmöglich gemacht vor Zuschauern zu spielen, Gegner Köln stimmte einer Verlegung der Partie nicht zu. Doch auch ohne den stimmgewaltigen Anhang im Rücken kamen die Panther gut in die Partie.

Bereits nach drei Minuten konnte Puempel das 1:0 für die Hausherren erzielen. Auch in den Folgeminuten waren die Panther das bessere Team, konnten die Überlegenheit aber nicht in das 2:0 ummünzen. Dies sollte sich rächen. Olver nützte einen Konter zum Ausgleich (10.). Die Augsburger Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Payerl hatte eine Hereingabe für KEC-Schlussmann Pöpperle unhaltbar zur erneuten Führung in die Maschen abfälschen können (13.). In diesem Stil sollte es vorerst weitergehen. Nach dem erneuten Ausgleich durch den früheren AEVler Matsumoto setzte Puempel ein Ausrufezeichen. Kurz vor der Pausensirene jagte der Kanadier die Scheibe punktgenau zur erneuten Führung in den Torwinkel.

Vierte Führung, vierter Ausgleich

Diese Taktung konnten beide Mannschaften nach dem ersten Seitenwechsel nicht mehr ganz halten, spannend und abwechslungsreich sollte die Partie aber bleiben. Nachdem Dumont einen Abpraller zum 3:3 verwerten konnte, waren es wieder die Hausherren die mit dem Toreschießen an der Reihe waren. Saponari brachte seine Mannschaft in Überzahl zum vierten Mal an diesem Nachmittag in Führung. Diesen knappen Vorsprung konnte die Pedersen-Truppe aber nicht über die Zeit retten. Mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend konnte Matsumoto zehn Minuten vor dem Ende die Anzeigetafel auf 4:4 stellen. Er sollte es dann auch sein, der in diesem Geisterspiel zum Schreckgespenst für die Panther wird.

Matsumoto macht den Unterschied

Augsburg war in der Folge bemüht abermals in Führung zu gehen und so die drei Punkte zu sichern, daraus wurde aber nichts. Weder in der Schlussphase, noch in der Verlängerung gelang trotz großer Bemühungen der Lucky-Punch. Die Entscheidung musste im Penaltyschießen gefunden werden, das bessere Ende war dabei auf Seiten der Rheinländer. Mit zwei starken Versuchen konnte Matsumoto den guten Roy überwinden, für den AEV traf McClure hingegen nur ein einziges Mal. Für die Schwaben blieb ein Zähler und die Erkenntnis, dass spektakuläre Spiele ohne Fans zu keinem Eishockeyfest werden.