Voestalpine-Chef rechnet weiter mit angespannter Lage

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine rechnet mit einer weiter angespannten Lage. „Wir stellen uns auf ein schwieriges nächstes Geschäftsjahr 2020/21 ein“, sagte Vorstandschef Herbert Eibensteiner dem „Handelsblatt“. Die Marktlage hat auch Folgen für die mehr als 50.000 Mitarbeiter im Konzern.

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Der Arbeitsplatzabbau startet zuerst in Deutschland. „In unserem Buderus-Edelstahlwerk in Wetzlar läuft mit Geschäftsjahresende im März der Großteil der befristeten Verträge aus. Noch im Februar treten wir darüber hinaus in Verhandlungen über einen Sozialplan über den Abbau von rund 200 Arbeitsplätzen“, so der Voestalpine-Chef weiter. Auch auf dem Heimatmarkt Österreich lässt sich der Linzer Konzern im Personalbereich alle Optionen offen: „Kurzarbeit in Österreich kann ich unter den derzeitigen Marktbedingungen in Einzelbereichen nicht ausschließen. Seit Mitte 2019 besetzen wir freiwerdende Stellen nicht nach und fahren die Zahl der Zeitarbeiter stark zurück“, sagte Eibensteiner. Weitere Hiobsbotschaften wie die beiden Gewinnwarnungen im vergangenen Jahr erwartet er für 2020 nicht. „Wir sehen in einigen Bereichen bereits eine Stabilisierung. Es geht wohl nicht mehr weiter nach unten“, so der Manager weiter. Insbesondere im Stahlbereich bahne sich „eine Stabilisierung an. Die Automobilindustrie bestellt wieder, allerdings noch auf niedrigerem Niveau“, so Eibensteiner. Ob es sich dabei um eine Trendwende handelt, sei nicht sicher.

„Wir sehen aber auch einen gewissen saisonalen Effekt, weil bei vielen Kunden am Jahresanfang die Lager wieder aufgefüllt werden“, sagte Eibensteiner dem „Handelsblatt“. Auch die Aktionäre werden ihren Beitrag leisten müssen. Die Dividende soll weiter gekürzt werden, so der Voestalpine-Chef. Eine konkrete Zahl nannte er nicht.

Zuletzt schüttete Voestalpine bereits eine gekürzte Dividende von 1,10 Euro je Aktie aus.