In der Augsburger AfD rumort es weiter. Nachdem der Landtagsabgeordnete Markus Bayerbach nicht mehr als OB-Kandidat zu Verfügung stand, hat er nun laut einem Zeitungsbericht seinen Nachfolger in dieser Rolle bei der Polizei angezeigt. Der Vorwurf lautet auf Verdacht auf Volksverhetzung.

MG_0060 Verdacht auf Volksverhetzung | AfD-Landtagsabgeordneter Bayerbach zeigt Augsburger OB-Kandidaten der eigenen Partei an Augsburg Stadt News Newsletter Politik Polizei & Co AfD Alternative für Deutschland Andreas Jurca Markus Bayerbach Volksverhetung | Presse Augsburg
Gegen Andreas Jurca liegen schwere Vorwurfe vor

Die Augsburger AfD kommt nicht zur Ruhe. Markus Bayerbach ist das bisherige Gesicht der Augsburger AfD. Der Landtagsabgeordnete war im April noch als OB-Kandidat der Rechtspopulisten präsentiert worden, im September kam der Rückzug. Der 56-Jährige führte innerparteiliche Differenzen als Gründe auf. Dem Vernehmen nach soll es besonders mit Jurca immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sein. Der 31-jährige Andreas Jurca ist nun der Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland in Augsburg (wir berichteten). Gegen ebendiesen Jurca liegt nun wohl eine Anzeige wegen möglicher Volksverhetzung bei der Staatsanwaltschaft vor, gestellt von Bayerbach.

Bericht: Möglicherweise volksverhetzende Dokumente auf Dienstrechner gefunden

Wie der Münchner Merkur berichtet, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage den Eingang einer Anzeige bei der Polizei. Der Fall werde nun geprüft.

Aus Ermittlerkreisen sei zu vernehmen, es gehe um Inhalte auf einem Laptop, die „möglicherweise volksverhetzend sein könnten“. Bis zu einem Zerwürfnis Ende September war Jurca als Bayerbachs persönlicher Referent im Maximilianeum, tätig. Jurca soll nach  Ermittlerangaben alle Daten von seinem dienstlichen Rechner gelöscht haben, die  Bayerbach nun offenbar wiederherzustellen konnte. Ein Fund auf dem Rechner soll nun die Anzeige ausgelöst haben.

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Markus Bayerbach hat aktuell noch keine persönliche Stellungnahme zu diesem Bericht des Münchner Merkurs abgegeben. Andreas Jurca hatte „bei derzeitigem Stand …nichts hinzuzufügen“ (siehe auch).