Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zu Fahrverboten für Diesel PKW sind insbesondere diejenigen Fahrzeugbesitzer besorgt, die ein von VW manipuliertes Dieselfahrzeug erworben haben. Gerade diejenigen Betroffenen, die sich bisher damit zufrieden gegeben haben, das Update aufspielen zu lassen, fragen sich, ob dies die richtige Entscheidung war. Nachdem zwischenzeitlich hunderte Urteile gegen Händler und die Volkswagen AG auf Rückabwicklung der Kaufverträge bzw. auf Schadensersatz ergangen sind, war dies bisher die falsche Entscheidung. Noch ist es jedoch nicht zu spät, weil Ansprüche gegen VW erst Ende 2018 verjähren. Betroffene sollten daher spätestens jetzt dringend handeln.

diesel-1122312_1280 VW Skandal-Urteile: Rückgabe auch nach Durchführung des Softwareupdates erfolgreich News Politik | Presse Augsburg

Auch Betroffene, die bereits das Update haben aufspielen lassen, können Ansprüche geltend machen. So hat das Landgericht Aachen bereits mit Urteil vom 06.12.2016, 10 O 146/16 entschieden, dass einem Geschädigten selbst dann Ansprüche auf Rückabwicklung und Rückzahlung des Kaufpreises zustehen, wenn er das Update aufspielen lies. Auch das Landgericht Stade hat mit Urteil vom 30. Januar 2018, 7 O 255/16 entschieden, dass eine Rückzahlung des Kaufpreises auch dann noch möglich ist, wenn der Geschädigte das Softwareupdate aufspielen ließ. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat außerdem vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth, 8 O 2404/16, 8 O 3707/16, 8 O 5990/16, 8 O 6120/16, 8 O 6196/16, 9 O 3631/16, 9 O 7324/16 zahlreiche Urteile gegen die Volkswagen AG erstritten auf Schadensersatz. Dort hält das Gericht ausdrücklich fest, dass es keine Rolle spielt für den Schadensersatzanspruch, ob VW ein Update anbietet oder nicht. Dadurch werde nach Ansicht des Landgerichts der Betrug nicht beseitigt.