wahlen_kreuz-259x300 Wahlen 2014 | So wählen Sie richtig! News Kommunalwahlen 2014 kumulieren panaschieren wahlen2014 | Presse AugsburgAm 16. März sind alle Wahlberechtigten aufgerufen ihre Gemeinde- bzw. Stadträte, die (Ober-)bürgermeister, die Kreistage und den Landrat zu wählen. Da das deutsche Wahlsystem mehrere Varianten bei den verschiedenen Wahlen kennt, zeigt ihnen Presse Augsburg, wie sie bei den Kommunalwahlen richtig abstimmen.

An sich ist das bayerische Kommunalwahlsystem recht einfach. Jeder Wahlberechtigte hat so viele Stimmen, wie es z.B. Stadtratsmandate gibt.  Sie schwankt bei den Gemeinderatswahlen in unserer Regeion zwischen acht (bei Gemeinden bis 1000 Einwohnern) und 60 in der Stadt Augsburg. Bei den Kreistageswahlen hat der Wähler entweder 50, 60 oder 70 Stimmen – je nach Größe des Landkreises.

Wie viele Stimmen Sie haben, steht oben auf dem Stimmzettel. Diese Zahl dürfen sie keinesfalls überschreiten!

Für einen einzelnen Kandidaten können Sie bis zu 3 Stimmen vergeben. Schreiben Sie dazu einfach die Ziffern 2 oder 3, je nach dem wie viele Stimmen sie dem Kandidaten geben möchten, für dessen Namen im Wahlvorschlag.

So könnten Sie wählen:

Wenn Sie alle Stimmen einer bestimmten Partei oder Gruppierung zusprechen möchten, setzen sie das Kreuz neben den Namen der Partei oder Gruppierung. Sie können aber auch einzelnen Kandidaten wie oben genannt mehr Stimmen geben, dann wird der Rest auf die angekreuzte Gruppierung verteilt, von oben nach unten gehend. Diese Art zu wählen nennt sich kumulieren.

Sollten Sie eine Liste ankreuzen, aber einen Kandidaten ablehnen, so besteht die Möglichkeit diesen Namen auf dem Wahlvorschlag zu streichen. Denken Sie dann aber daran, einem anderen Kandidaten die „gestrichene“ Stimme durch den Vermerk 2 (bei einer Streichung) zu geben, um keine Stimme zu verschenken.

Sollten Sie grundsätzlich für eine Partei oder Gruppierung stimmen, aber einem Kandidaten einer anderen Fraktion ebenfalls Stimmen geben wollen, so ist auch dies wie Eingangs beschrieben möglich.

In kleineren Gemeinden mit nur einem Wahlvorschlag kann jeder Wähler sogar „eigene“ Bewerber handschriftlich anfügen. Er muss dazu die Wunschkandidaten eindeutig bezeichnen (Familien- und Vorname, Beruf oder Stand).

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Augsburgs Landrat Martin Sailer stellt sich der Wiederwahl |Foto: Landkreis Augsburg

Wenn Sie keine bestimmte Gruppe präferieren, dann können Sie auch ihre Stimmen auf Kandidaten verschiedenster Listen verteilen. Bitte beachten Sie, dass kein Kandidat mehr als maximal 3 Stimmen von Ihnen erhalten kann. Sollten Sie sich für diese Art der Wahl entscheiden, so panaschieren Sie.

Denken Sie aber daran: Wenn Sie nicht alle Ihre Stimmen auf einzelne Kandidaten verteilen oder schlicht auf „Nummer sicher“ gehen wollen, sollten Sie zusätzlich eine Liste ankreuzen. Die Stimmen werden dann wie im Kumuliervorgang verteilt. Mit diesem Verfahren können Sie sicherstellen, dass keine Stimme verloren geht.

Wahlberechtigt ist jeder EU-Bürger, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens zwei (bisher: drei) Monaten im Wahlkreis wohnt. Sie können künftig auch leichter per Briefwahl abstimmen. Die Briefwahl wurde wesentlich erleichtert, indem künftig auf die Angabe von Gründen verzichtet wird. Damit wurde eine Briefwahl generell möglich. Bisher musste man – um per Briefwahl zu wählen – glaubhaft machen, dass man am Wahltag verhindert ist.

Wählbar ist , wer mindestens drei Monate im Wahlkreis eine Wohnung hat, die nicht die Hauptwohnung sein muss, oder wer sich – ohne eine Wohnung zu haben – im Wahlkreis gewöhnlich aufhält. Wählbar als Gemeinde-, Stadt- und Kreisrat sind EU-Bürger, als Bürgermeister und Landrat allerdings nur Deutsche. Bewerber können ab 2014 schon mit 18 Jahren als Landrat oder Bürgermeister kandidieren. Bisher lag die Altersgrenze bei 21.
Ab dem Wahljahr 2020 dürfen hauptberufliche Bürgermeister und Landräte zu Beginn der Amtszeit noch nicht 67 Jahre alt sein; zur Wahl 2014 gilt noch die bisherige Altersgrenze von 65 Jahren.

Neben dem Oberbürgermeister in Augsburg (Amtsinhaber Dr. Kurt Gribl/CSU) wird auch in einigen anderen Städten und Gemeinden unserer Region der Bürgermeister gewählt.

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Nicht nur für das Augsburger Rathaus wird am 16.März ein „Hausherr“ gesucht | Foto: Dominik Mesch

Hier ein Auszug der Orte mit aktuellen Amtsinhabern und damaliger Partei:

Adelsried (Stegherr-Haußmann, Erna/ SPD), Adelzhausen (Braun, Lorenz/parteilos), Affing (Fuchs, Rudi/CBV/CWG-BB/FBG/FWG), Aichach (Habermann, Klaus/SPD), Aindling (Zinnecker, Tomas/CSU/FWG), Altenmünster (Walter, Bernhard/SPD, Freie Wählergruppe), Asbach-Bäumenheim (Uhl, Otto/CSU), Aystetten (Wendel, Peter/Freie Wähler), Bobingen (Müller, Bernd/SPD), Dasing (Nagl, Erich/Freie Wähler), Diedorf (Völk,Otto/CSU/Bürgerunion), Dillingen a.d.Donau (Kunz,Frank/CSU), Dinkelscherben (Baumeister, Peter/SPD), Donauwörth (Neudert, Armin/CSU/Engagierte Bürger), Fischach (Ziegelmeier, Peter/SPD/Unabhängige), Friedberg/Bayern (Bergmair, Peter Dr./SPD/Parteifreie Bürger), Gersthofen (Schantin, Jürgen/CSU), Großaitingen  (Stellinger, Franz/SPD), Höchstädt a.d.Donau (Wanner, Hildegard/CSU/Unabhängige Bürger), Horgau (Hafner, Thomas/Bürgerverein), Kissing (Wolf, Manfred /SPD), Kutzenhausen (Kugelmann, Silvia/Unabhängige Gesamtgemeinde), Langweid am Lech (Gilg, Jürgen/ CSU), Lauingen an der Donau (Schenk, Wolfgang/SPD), Mering (Kandler, Hans Dieter/SPD), Neusäß (Durz, Hansjörg/CSU), Rain am Lech (Martin, Gerhard/SPD), Thierhaupten (Neher, Franz/CSU), Untermeitingen (Klaußner, Georg /CSU), Ustersbach (Stumböck, Maximilian Dr./ CSU/Freie Wähler), Welden (Bergmeir, Peter/SPD/Freie Wähler), Wehringen (Lehmeier, Willy/Freie Wähler), Zusmarshausen (Lettinger, Albert/Freie Wählervereinigung)

Alle Angaben: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung

Die oben genannte Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob auch in Ihrer Kommune gewählt wird, so können Sie sich über http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/ vergewissern.