Wahlsieger in Montenegro verspricht härteren Kurs gegenüber China

Der Gewinner der Wahlen in Montenegro, Zdravko Krivokapic, hat einen härteren Kurs gegenüber China auf dem Balkan angekündigt, sollte er ins Amt des Premierministers gewählt werden. „Hier zum Beispiel baut ein chinesisches Unternehmen eine Autobahn. Mit dem Geld, das unseren Bürgern gehört“, sagte Krivokapic der „Welt“ (Donnerstagausgabe) mit Blick auf chinesische Infrastrukturprojekte in Montenegro.

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Aber die Öffentlichkeit habe die Verträge nie gesehen. Er kritisierte, dass der Kilometer bei 20 Millionen Euro liege, „während der übliche Preis in der Region bei sieben Millionen liegt“. Nun müsse die bisherige Regierung unter Langzeitherrscher Milo Dukanovic die Abmachungen mit Peking öffentlich machen.

„Wenn wir alle Dokumente kennen, können wir handeln. Es kann nötig sein, die Verträge mit China neu zu verhandeln, zum Gewinn beider Seiten“, so Krivokapic. Der Naturwissenschaftler hat mit einem Bündnis unterschiedlichster Parteien eine knappe Mehrheit von 41 der 81 Sitze im Parlament gewonnen. Montenegro steht vor dem ersten Regierungswechsel seit 30 Jahren.

Krivokapic kündigte außerdem an, sich gegen Korruption und für einen schnelleren EU-Beitritt Montenegros einzusetzen.