Die Forstwirtschaft schlägt angesichts massiver Waldschäden Alarm und fordert Nothilfe vom Staat. „Wir brauchen kein Waldpalaver sondern konkrete Beschlüsse: Haushaltsmittel für das Räumen des Schadholzes von 20 Euro pro Kubikmeter, und zwar sofort“, sagte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Wegen Sturmschäden, Schädlingsbefall, Hitze und Trockenheit sei der Nadelholz-Markt „in weiten Bereichen Deutschlands zusammengebrochen“, fügte er hinzu. Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

„Die Waldbesitzer resignieren. Manche sind nicht mehr in der Lage, die Räumungskosten zu bezahlen.“ Unbürokratische Zuschüsse des Staates, um das Schadholz zu entfernen, stünden daher ganz oben auf der Dringlichkeitsliste.

Nur so könnten gesunde Bäume geschützt und eine nachhaltige Wiederaufforstung gestartet werden. Auch dafür seien Zuschüsse notwendig. Der DFWR-Präsident begrüßte die Ankündigung von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), im September einen nationalen Waldgipfel einzuberufen, mahnte aber an: „Dieser muss im Kanzleramt mit der Bundeskanzlerin und allen Ministerpräsidenten stattfinden“, damit alle Bundesländer mitziehen. „Unser Wälder gehen uns alle an“, so Schirmbeck.

„Deshalb ist jetzt eine nationale Kraftanstrengung zum Erhalt unserer Wälder erforderlich. Gelingt uns das nicht, dann sind alle Klimadiskussionen obsolet.“