Mehrere Jahrzehnte hatte es in der Augsburger Innenstadt keinen Faschingsumzug mehr gegeben, am Rosenmontag schlängelte sich erstmals (wieder) ein Gaudiwurm durch die Straßen. Tausende Zuschauer waren begeistert und der Zuspruch der Auftrag für eine Wiederholung im kommenden Jahr.

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Was für ein besonderer Umzug. | Foto: Christoph Bruder

Am Ende waren es wohl so etwa 6.000 Zuschauer gewesen, die am Rosenmontag in die Augsburger Innenstadt zur ersten Auflage des Gaudiwurms gekommen waren. Initiiert von Sozialreferent Martin Schenkelberg (CSU) und Stadträtin Melitta Hippke (Grüne) wurde das Ganze federführend von Stadtjugendring und Stadt organisiert und von der Faschingsvereinigung „Under oiner Kapp“ und der Augsburger Hollaria unterstützt.

Anders als bei den teils sehr lauten Umzügen im Umland richtete sich der Faschingsumzug in der Schwabenmetropole besonders an Familien mit kleinen Kindern. Der Nachwuchs sollte nicht nur als Betrachter, sondern auch als Teilnehmer eine tragende Rolle spielen. Etwa 680 Kinder und Jugendliche bildeten am Ende gemeinsam mit ihren Begleitern, den Abordnungen der Faschingsgarden und der Musiker 24 Fußgruppen. Die gigantischen Wägen der Landumzüge hatten hier keinen Platz, statt dessen gab es zahlreiche fantasiereich selbst gestaltete Kostüme von Kita & Co. zu bestaunen. Vom Rathausplatz, über Philippine-Welser-Straße und Martin-Luther-Platz ging es für die rund 900 Teilnehmer über die Annastraße und Steingasse zurück ins Herzen der Stadt. Für manchen der tapferen Narren ein weiter Weg.

Am Ende der Feierei konnte man in viele müde, aber durchaus glückliche Gesichter sehen. Auch die Initiatoren zeigten sich begeistert von der tollen Resonanz. Einer Wiederholung im kommenden Jahr dürfte kaum etwas im Wege stehen.