Was ist bei der Fußball-EM erlaubt? – Wenn Arbeitnehmer Fußball gucken wollen

Die Fußball-Europameisterschaft 2021 ist gestartet und das Fußball-Fieber steigt. Und Arbeitnehmer? Dürfen die sich per Live-Stream neben der Arbeit über die aktuellen Spiele informieren? Oder nach einer langen Fußballnacht am nächsten Morgen später in die Arbeit kommen? Dürfen die Marketingkollegen mit dem Begriff „UEFA EURO 2020“ werben? Die IHK-Experten erläutern die wichtigsten Fragen zum Arbeits- und Markenrecht rund um die EM.

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Bild von Luis Wilker WilkerNet auf Pixabay

Gleich vorweg: „Für die Zeit der Fußball Europameisterschaft gelten keine arbeitsrechtlichen Ausnahmeregelungen“, betont Anita Christl, Fachberaterin im Beratungszentrum Recht und Betriebswirtschaft der IHK Schwaben. Das bedeutet: Ohne die ausdrückliche Zustimmung des Arbeitgebers ist es nicht erlaubt, die Spiele am Arbeitsplatz per Live-Stream, TV oder Radio zu schauen. „

Viele Unternehmen zeigen sich zu EM-Zeiten aber kulant“, weiß Christl. Zumindest dann, wenn es der Betriebsablauf zulässt. So bieten Arbeitgeber in diesen Fällen häufig die Möglichkeit, mithilfe von Gleitzeit oder Arbeitszeitkonten und in Absprache mit den Vorgesetzten und Kollegen Kompromisse zu finden, so dass Fußball-Fans die Spiele live verfolgen können. „Wenn all das nicht möglich ist, bleibt es dem Arbeitnehmer natürlich unbenommen, einen Urlaubantrag zu stellen“, erklärt Christl.