Wasserstoffpläne könnten Arbeitsplätze bei MAN ES in Augsburg zukunftsfähig machen

1000 Stellen werden weniger abgebaut

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich in einem Telefongespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Uwe Lauber und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates Gunnar Kilian über die jüngsten Entwicklungen beim Augsburger Unternehmen MAN Energy Solutions abgestimmt.

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Foto: Bruder

Hubert Aiwanger: „Die Lage hat sich in den letzten Tagen stabilisiert. Ich bin sehr froh darüber, dass in Augsburg nun etwa Tausend Jobs weniger abgebaut werden als angekündigt. Zwar sollen weiterhin rund 800 Stellen wegfallen, das sind aber deutlich weniger als die ursprünglich geplanten 1.800. Natürlich schmerzt jeder gestrichene Arbeitsplatz, trotzdem bin ich der Unternehmensführung und der Arbeitnehmervertretung für die gefundene Einigung sehr dankbar. Eine gute Nachricht für Augsburg ist ebenfalls, dass der Verkauf durch Volkswagen wenigstens bis Ende 2024 erst einmal vom Tisch ist. Diese Zeit müssen wir zur weiteren Stabilisierung nutzen.“

Aiwanger begrüßt auch die Wasserstoffpläne von MAN Energy Solutions: „Ich unterstütze das Unternehmen vollumfänglich auf seinem Weg in die Wasserstoffwirtschaft. Die Planungen für eine eigene Wasserstoffproduktion sind ein starkes Zeichen für die Zukunft des Konzerns. Solche Vorhaben zeigen, dass Bayerns Wirtschaft das Potential von Wasserstoff erkannt hat. Deshalb ist jetzt auch der Bund gefragt: Damit sich diese und weitere Investitionen der Privatwirtschaft rentieren, muss nun die Wasserstoff-Produktion aus erneuerbarem Strom endlich von der EEG-Umlage befreit werden. So wurde es bereits im Corona-Konjunkturpaket des Bundes beschlossen. Dieses Thema werde ich deshalb bei Bundeswirtschaftsminister Altmaier wieder auf die Agenda bringen und ihn auffordern, es bei der anstehenden EEG-Novelle umzusetzen. Damit machen wir den Weg frei für zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland, Bayern und eben auch Augsburg.“

Dr. Uwe Lauber, Vorstandsvorsitzender von MAN Energy Solutions: „Wir sind der festen Überzeugung, dass eine klimaneutrale Weltwirtschaft nur Wirklichkeit werden kann, wenn klimaneutrale Kraft- und Brennstoffe zur Verfügung stehen, um all jene Sektoren zu dekarbonisieren, für die Batterien und direkte Elektrifizierung kein Lösungsweg sind. Dazu gehört zum Beispiel die internationale Schifffahrt. Wir brauchen grünen Wasserstoff, um daraus den Schiffstreibstoff der Zukunft für eine maritime Energiewende zu gewinnen. Und die Technologie dafür kommt hier aus Bayern.“