Wegen Corona | Drei Monate keine Kindergarten- und Kita-Gebühren in Bayern

Die Kindergärten und Kindertageseinrichtungen in Bayern bieten aufgrund der Corona-Maßnahmen aktuell nur eine Notbetreuung an. Ministerpräsident Söder kündigte nun an, dass während der Schließung keine Beiträge anfallen sollen.Kita Elternvertretung Will Klare Kriterien Fuer Ausweitung Der Notbetreuung 1

Aktuell stehen die Kindergärten in Bayern nahezu leer. Es sind nur wenige Kinder in den Einrichtungen. Aufgrund der Corona-Maßnahmen haben nur Eltern aus sogenannten systemrelevanten Berufen die Möglichkeit ihre Kinder dort betreuen zu lassen, für die Mehrzahl der Kleinen heißt es aktuell aber zuhause zu bleiben. Von Träger zu Träger unterschiedlich werden aber teilweise weiterhin die vollen Kindergartengebühren eingezogen. In gewisser Weise auch verständlich, so müssen die Fixkosten der Einrichtung ja weiter bezahlt werden. In der Elternschaft kam dennoch Unmut auf. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten für eine Leistung zu bezahlen, die man nicht nützen darf sorgte vielerorts für Ärger. 

Söder: Drei Monate keine Kita-Gebühr

Jetzt hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Verbesserung angekündigt. In seiner Regierungserklärung vom Montag verkündete das Landesoberhaupt, dass es zumindest für drei Monate in Bayern keine Gebühren für Kindergärten und Kindertageseinrichtungen geben soll. Als Voraussetzung der Beitragsbefreiung gilt die Schließung wegen der Corona-Maßnahmen. 

Dies ist sicherlich ein Zeichen, auf das die Eltern gewartet haben. Auch Seitens der Opposition erhält Söder für die Ankündigung Zustimmung. „Es ist begrüßenswert, dass Eltern in Bayern, wie jetzt angekündigt, zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen. In anderen Bundesländern ist eine Kita-Beitragsbefreiung längst normal – ganz unabhängig von Corona. Insofern greift die bayerische Staatsregierung Forderungen der SPD auf und lenkt den Blick endlich auch auf Familien!“, so Augsburgs SPD-Vorsitzende Ulrike Bahr.

Zur genauen Umsetzung des Vorhabens wurde allerdings bisher noch nichts bekannt.