Weihnachtspredigt von Bischof Dr. Konrad Zdarsa: „Auf den Ursprung des Glaubens besinnen“

Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute die Gläubigen im Augsburger Dom dazu aufgerufen, sich auf den Ursprung des Glaubens zu besinnen. Unsere Zeit sei beides, eine Zeit des Abbruchs und des Aufbruchs, so Bischof Konrad während seiner Weihnachtspredigt. Um bestehen zu können, müsse die Kirche der Zukunft wie die des Anfangs eine Kirche von Menschen sein, die mit dem Gott leben, an den sie glauben. „Sollten wir denn nur deswegen darüber nachdenken, was wir als Christen zu tun haben, um vor den Menschen nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, anstatt uns vielmehr auf den Ursprung unseres Glaubens zu besinnen, auf unseren Weg und unserer Ziel?“

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Bischof Konrad rief auf sich auf die Ursprünge des Glaubens zu besinnen. | Foto: pba | Nicolas Schnall

„Der Urgrund allen Daseins, der Sinn schlechthin, alle Vernunft und Weisheit hat sich ein für alle Mal mit unserer Armseligkeit und Hinfälligkeit, mit unserer Schwäche und Sterblichkeit in der Menschwerdung Gottes identifiziert“, deutete Bischof Konrad den Text des heutigen Evangeliums: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Der Prolog des Johannesevangeliums sei das Urevangelium, das alle Evangelien trage und begründe. Dieser Text liefere keine zeitgeschichtlichen Informationen, sondern verkünde den tiefen Grund christlicher Lebensgestaltung. „Nicht nur an Weihnachten ist das Jetzt des Kommens Gottes in unsere Welt neu aktuell. Es gibt keinen anderen Augenblick unseres gewöhnlichen Alltags, in dem er uns etwa nicht nahe, nicht gegenwärtig ist“, betonte Bischof Konrad.

Wenn das Erlernen der deutschen Sprache das wichtigste Mittel für eine gelingende Integration von Asylbewerbern sei, dann seien unsere Fähigkeiten und unsere Bereitschaft, Auskunft über unseren Glauben zu geben und unser christliches Lebenszeugnis die erste unabdingbare Voraussetzung, um selber als Christ leben und bestehen zu können.

Die Weihnachtsansprache des Bischofs

pba