Weitestgehend ausgeglichenes Spiel kippt im Schlussviertel – Ratiopharm Ulm verliert beim FC Bayern

Am elften Spieltag der easyCredit-BBL unterliegt Ratiopharm Ulm beim EuroLeague-Klub FC Bayern Basketball mit 95:80. Das nächste Spiel in der BBL wartet bereits am Freitag, den 22.12. zu Hause gegen die MLP Academics Heidelberg.

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Foto: PM BBU

Von Beginn an sahen die zahlreich mitgereisten Ulmer Fans ein munteres Spiel mit viel Offensivdrang auf beiden Seiten. Den Ton im Ulmer Angriff gab in den Anfangsminuten Spielmacher Juan Núñez an, der mit viel Spielwitz und Zug zum Korb agierte. Der junge Spanier spielte bereits bei den unvergesslichen Playoff-Auftritten groß auf, hat somit hervorragende Erinnerungen an den BMW Park. So erwischte das Team von Trainer Anton Gavel einen guten Start, an dem auch Kapitän Tommy Klepeisz entscheidend mitwirkte. Danach verlor das Ulmer Spiel allerdings an Präzision und Leichtigkeit, was die Münchener mit einem Zwischenspurt (12:0 Lauf) gnadenlos bestraften (25.17, 10.). Mit Núñez auf dem Parkett kam die Kontrolle zurück. Erneut dirigierte er die Offensive und war maßgeblich an dem 7:0 Run beteiligt. In den folgenden Sequenzen fielen auf beiden Enden des Feldes die Dreier wie im Training. Allerdings mit dem besseren Ausgang für die Bayern, die sich erneut etwas absetzten. Für das Highlight der ersten Hälfte sorgte „Highflyer“ L.J. Figueroa. Der Flügelspieler schaltete das Gesetz der Erdanziehungskraft für einige Sekunden aus, antizipierte den Fehlwurf und testete mit einem krachenden Putback-Dunk die Korbanlage. Diese sehenswerte Aktion diente als Initiator für die Ulmer Aufholjagd. In der Defensive gelangten vermehrt Stopps, die zu offensive Erfolgserlebnisse führten. Somit übernahmen die Ulmer kurz vor der Halbzeitpause die Führung (43:45, HZ.). Der Auftakt in das dritte Viertel gehörte den Hausherren. Dies zwang Anton Gavel unmittelbar nach Halbzeitpause zur Auszeit. In dieser Phase ging die Fehlerquote erheblich nach oben. Zu viele Ballverluste zerstörten den offensiven Flow aus der ersten Hälfte. Binnen weniger Minute verlor das Team fünfmal den Ball und ließen die Münchener auf acht Punkte wegziehen. Mit leidenschaftlichem Kampfgeist, entschlossener Defensive und strukturierter Offensive ergänzt von dem ein oder anderen beeindruckenden Dreier blieb die Partie weiterhin offen (66:63, 30.). Wieder mal gewann der Gastgeber in den ersten Minuten eines Viertels die Oberhand.

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Auch das Spielglück in der Phase war aufseiten der Bayern, die zweite Wurfchancen generierten und diese verwandelten. Bei den Ulmer hingegen war der Rhythmus nicht vorhanden, die Wurfquoten sank und die berühmte „Brechstange“ sollte es dann richten. Am Ende fällt das Ergebnis eines weitestgehend ausgeglichenen Spiels doch recht deutlich aus.