Weltweit gegen Sklaverei einschreiten – „Walk for Freedom“ am Samstag auch in Augsburg

Dem weltweiten Aufruf der A21-Kampagne, beim „Walk for Freedom“ gegen Menschenhandel aufzustehen, folgen am 17. Oktober auch Menschen aus Augsburg und der Region. Die Arbeitsgruppe „AugsburgerInnen gegen Menschenhandel“ ruft vor Ort dazu auf.

Walk_for_Freedom Weltweit gegen Sklaverei einschreiten - „Walk for Freedom“ am Samstag auch in Augsburg News Politik Menschenhandel The A21 Campaign Walk of Freedom | Presse Augsburg

Die Organisation „The A21 Campaign“ setzt sich weltweit gegen Menschenhandel ein und initiiert 2015 im zweiten Jahr den „Walk for Freedom“ – einen „Lauf für Freiheit“. Die Veranstaltung lenkt die Aufmerksamkeit auf die 27 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die heute immer noch in Sklaverei gefangen sind. Der Walk for Freedom am 17. Oktober findet weltweit zeitnah zum EU-Tag gegen Menschenhandel (18. Oktober) statt.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich Menschen aus mehr als 17 verschiedenen Ländern. Auch in deutschen Städten gingen Hunderte auf die Straße. 2015 werden weltweit bereits in 26 Ländern über 200 Walk-Events stattfinden – in Deutschland in Augsburg, Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Heidelberg, Stuttgart und Konstanz. In Augsburg ist die Arbeitsgruppe „AugsburgerInnen gegen Menschenhandel“ in Kooperation mit SOLWODI und dem Kriminalpräventiven Rat der Stadt Augsburg der Organisator.

Das Besondere am „Walk for Freedom“: Menschen in Slogan-T-Shirts laufen in einer Reihe hintereinander durch die Stadt. „Symbolisch laufen wir dafür, dass es sich bei einem großen Teil der in Sklaverei gehaltenen Menschen um Frauen handelt, die zur Prostitution gezwungen werden“, sagt Klaus Engelmohr vom Organisationsteam des  Augsburger Walk for Freedom. Gemeinsam wolle die Gruppe auf Menschen- und Frauenhandel aufmerksam machen, und auch ein klares Zeichen setzen, dass sich die Gesetzeslage in Deutschland ändern müsse. Ein großer Teil der Aufmerksamkeit werde durch die weltweite Berichterstattung und das Teilen von Fotos, Videos und Infos über Soziale Medien erreicht.

„Moderne Sklaverei ist eine weltweite Realität, die jeden Kontinent und fast jede Wirtschaftsstruktur, aber auch unsere Stadt betrifft“, betont Klaus Engelmohr. Durch den „Walk for Freedom“ möchten A21 und alle Walk-Veranstalter den Diskurs anregen, um weltweit die Möglichkeiten zur Opfer-Versorgung und die Strafverfolgung der Täter zu verbessern.

A21-Gründerin Christine Caine: „Der Walk for Freedom spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Menschenhandel. Es geht darum, Aufmerksamkeit auf die Ungerechtigkeit zu lenken, die durch Menschenhandel geschieht und Menschen zu bewegen, etwas dagegen zu tun. Gemeinsam können wir die Opfer retten, wiederherstellen und ihnen ihr Leben zurückgeben.“

In diesem Jahr gibt es wieder an vielen Orten die Möglichkeit, selbst „Schritte für die Freiheit anderer zu gehen“. In vielen Städten weltweit, Sydney bis Los Angeles, von London bis nach Augsburg haben Menschen die Möglichkeit, sich einem Walk anzuschließen. In der Fuggerstadt wird auf dem Rathausplatz gestartet.

pm