Werkschließung von Fujitsu in Augsburg – IG Metall ruft zu Protestkundgebung auf

Die IG Metall ruft bundesweit die Beschäftigten von Fujitsu zu einer Protestkundgebung in München, wo das Forum der Fujitsu GmbH auf dem Messegelände vom 7.11. bis 8.11.2018 sein wird,  gegen die Abbau- und Schließungspläne auf. Die Geschäftsführung hatte am 26.10.2018 angekündigt, dass eine Werkschließung in Augsburg stattfinden soll. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass ca. 1.800 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen sollen.

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Fujitsu wird in Augsburg schon bald für immer schließen | Foto: Wolfgang Czech

Die IG Metall ruft daher die Beschäftigten von Fujitsu auf, gemeinsam gegen die geplante Werkschließung, den geplanten Personalabbau und für ein nachhaltiges Zukunftsprogramm ein Zeichen zu setzen.

Die Kundgebung wird am 07.11.2018 um ca. 09:20 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz bei der Messe München stattfinden.

Die Busse aus Augsburg werden gegen 7 Uhr am Werk Fujitsu Augsburg, Bürgermeister-Ulrich-Straße 100 abfahren. Wir erwarten ca. 500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen allein aus Augsburg.

Als RednerInnen werden dort sprechen:

·         Roberto Armellini, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg

·         Angela Steinecker, Unternehmensbeauftragte der IG Metall für die Fujitsu GmbH

·         Peter Wagner, Betriebsratsvorsitzender Fujitsu GmbH Augsburg

·         Elisabeth Schabert, Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Fujitsu GmbH Augsburg

·         Lothar Kuhn, GBR – Vorsitzender Fujitsu GmbH

·         Filippos Kourtoglou, IG Metall München

Gedankenspiele rund um das Augsburger Betriebsgelände

Der Konzern stellt inzwischen wohl schon erste Planspiele zur Veräußerung des Augsburger Werksgeländes an, Das Grundstück auf dem das Werk Fujitsu Siemens steht, gehörte früher der Stadt Augsburg und wurde nach Informationen der SPD Augsburg der Firma Siemens angeblich unentgeltlich überschrieben. Die Fraktionschefin der Rathaus SPD Margarete Heinrich: „Viele Haunstetter und Siemensbeschäftigte sprachen mich darauf jetzt an, denn sie erinnern sich noch genau daran, dass dieses Grundstücksgeschäft auch in Verbindung zum Erhalt von Arbeitsplätzen abgeschlossen wurde.“  Mit einer Anfrage will die SPD-Fraktion in Erfahrung bringen, welche Bedingungen zum damaligen Zeitpunkt bei diesem Grundstücksgeschäft vereinbart wurden.