Am Mittwoch überreichte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml gemeinsam mit Dr. Thomas Breidenbach, dem Geschäftsführenden Arzt der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), im Maximilianeum in München den Bayerischen Organspendepreis an das Krankenhaus Agatharied, das Regiomed Klinikum Lichtenfels und die Wertachklinik Schwabmünchen.

20190710-Wertachkliniken-_MG_2211 Wertachklinik Schwabmünchen mit dem Bayerischen Organspendepreis 2018 ausgezeichnet Gesundheit Landkreis Augsburg News Bayerischer Organspendepreis Melanie Huml Wertachklinik Schwabmünchen Wertachkliniken | Presse Augsburg
Bei der Verleihung des Bayerischen Organspendepreises 2018, v.li. Vorstand der Wertachkliniken, Martin Gösele, Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml, Ärztlicher Direktor der Wertachkliniken, Dr. Michael Küchle, Transplantationsbeauftragte der Wertachklinik Schwabmünchen und Oberärztin der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin, Dr. Oana-Maria Ionus-Ceres, und der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Wertachkliniken, Karl-Heinz Wagner. |
Foto: Doris Wiedemann,

Im Fokus der Preisverleihung für die Wertachklinik Schwabmünchen stand deren Transplantationsbeauftragte Dr. Oana-Maria Ionus-Ceres, Oberärztin der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen in den Wertachkliniken hat sie in 2018 erfolgreich eine Organtransplantation durchgeführt. Dabei sind die Wertachkliniken kein typisches Organspendekrankenhaus, da sie keine neurologische Abteilung haben. Umso wichtiger ist es, dass Dr. Ionus-Ceres sich selbst sowie ihre Kolleginnen und Kollegen fortlaufend für das Thema sensibilisiert und dafür sorgt, dass alle Beteiligten jederzeit gut vorbereitet sind. Auf diese Weise konnte die erste Organspende seit 2014 gewissenhaft und mit Würde durchgeführt und damit andere Leben gerettet werden.

In zahlreichen Fortbildungen hat sich die Transplantationsbeauftragte der Wertachkliniken selbst für ihre vielfältigen Aufgaben qualifiziert. Eine Organtransplantation muss selbstverständlich medizinisch einwandfrei sein. Gleichzeitig müssen aber auch die Bedürf

nisse des Patienten und seiner Angehörigen in besonderer Weise berücksichtigt werden. Insbesondere die Angehörigen werden nach ihren eigenen Bedürfnissen begleitet und gestützt, auch oder gerade wenn der Wunsch des Patienten eindeutig ist. Auch auf die Gespräche mit den Angehörigen hat sich Dr. Ionus-Ceres intensiv vorbereitet. Unterstützt von der DSO hatte sie beispielsweise im Vorfeld bereits mit anderen betroffenen Angehörigen gesprochen. Diese Erfahrung fand die Ärztin nun bei ihren Gesprächen sehr hilfreich. Darüber hinaus werden die Angehörigen auf Wunsch von Psychologen individuell unterstützt und können sich in einem Netzwerk mit anderen Betroffenen austauschen. Der Bayerische Ehrenpreis zur Förderung der Organspende ging deshalb dieses Jahr an Heiner Röschert, den Gründer des Netzwerkes für Angehörige von Organspendern.

Die Wertachkliniken haben den Bayerischen Organspendepreis nicht wegen der Organspende im letzten Jahr erhalten, sondern weil alle Beteiligten, von der Intensivstation bis hin zum OP-Team, hervorragend zusammengearbeitet haben. Die entsprechenden Voraussetzungen dafür schaffte Dr. Ionus-Ceres mit verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Wertachkliniken, mit der Erstellung von internen Verfahrensanweisungen und durch ihre enge Zusammenarbeit mit der DSO. Bei ihren Aufgaben und ihrem Engagement als Transplantationsbeauftragte wird Dr. Ionus-Ceres unterstützt von ihrem Stellvertreter Dr. Helmut Probst, Oberarzt der Inneren Abteilung, vom Ärztlichen Direktor, Dr. Michael Küchle, vom Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Dr. Gordon Hoffmann, sowie vom Vorstand der Wertachkliniken, Martin Gösele.