Wichtiger Schritt in Richtung Heimvorteil – Ulmer Basketballer gewinnen EuroCup-Spiel gegen Ljubljana

Im dritten Heimspiel in Serie schlägt ratiopharm ulm in einem offensivgeprägten Spiel Cedevita Olimpija Ljubljana mit 97:85.

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Foto: PM BBU

Von Beginn an zeichnete sich ein temporeiches und unterhaltsames Spiel ab, in dem die Ulmer hochprozentig von außen begannen (7/14 – erste HZ). Auch körperlich hielt die Mannschaft von Trainer Anton Gavel dagegen und entschied somit auch das Reboundduell zur Halbzeit für sich (19:13). Eine engagierte und konzentrierte Defensivleistung, vor allem gegen EuroCup-Topscorer Yogi Ferrell, der bis zur Halbzeit auf drei Punkte kam, war in der Anfangsphase ein wichtiger Schlüssel. Dementsprechend ging es mit einem zwölf Punktevorsprung in die Kabine. In der zweiten Hälfte fand das Schlusslicht aus Ljubljana besser in die Partie, traf in dieser Phase sowohl offensiv als auch defensiv bessere Entscheidungen und verkürzte zwischenzeitlich auf zwei Punkte. Im Schlussabschnitt zogen die Ulmer allerdings das Tempo in der Offensive wieder an, verteidigten konsequent und rissen die Kontrolle über das Spiel wieder an sich. Angeführt von Topscorer Bruno Caboclo (26) und Fedor Zugic (21) stellten die Uuulmer erneut auf eine zweistellige Führung, gaben diese dann nicht mehr aus der Hand.

Spielmacher Yago gab zu Beginn den Ton an, kontrollierte das Spieltempo und fand seinen Landsmann Caboclo zweimal in Folge, der erst per Dreier und dann per Korbleger erfolgreich war (7:7, 3.). Nach dem erfolgreichen Dreier von Yago, ist es erneut Caboclo der am Korb mit Foul vollendete (13:10, 4.).  Nachdem die beiden brasilianischen „Bros“ bereits von außen trafen, trug sich dann auch Brandon Paul in die Statistiken ein und verwandelte den dritten Uuulmer Dreier (3/3 Dreier). Dann feuerte Josh Hawley den nächsten Dreipunktewurf ins Netz (5/6) und im Anschluss baute Fedor Zugic mit einem Zirkuswurf die Führung aus (26:20, 9.). Aber auch die Gäste hatten ein heißes Händchen von außen mitgebracht (5/8), allen voran der ehemalige Ulmer Zoran Dragic (3/3), der an alter Wirkungsstätte aufdrehte und für 14 der 26 Gästepunkte zuständig war.                                             
Den zweiten Spielabschnitt läutete Fedor Zugic mit einem weiteren Dreier, trotz enormer Bedrängnis, ein. Danach übernahm erneut Caboclo, demonstrierte seine Macht sowohl von außen als auch in der Zone (16): Erst der offene Dreier, dann das nächste And-One-Play hinterher für den Big-Man – mit einem 9:0 Lauf zogen die Ulmer weg, führten erstmalig in der Partie zweistellig (39:28, 14.). Nach fünf Minuten Spielzeit im zweiten Viertel hielten die Ulmer die Slowenen bei lediglich zwei Punkten, gaben EuroCup-Top-Scorer Yogi Ferrell (3) keinen Platz und räumten in der Zone auf: Erst blockte Zugic den Wurfversuch, dann machte Caboclo die Tür zu und Zugic (11) ist dann im Umschaltspiel mit einfachen Zählern der Nutznießer (43:28, 15.). Alen Omic stoppte dann den zwischenzeitlichen 13:0 Lauf, ist in dieser Phase der Aktivposten der Gäste (45:36, 17.). Den Schlusspunkt in der ersten Hälfte setzte dann Kapitän Tommy Klepeisz höchstpersönlich, der einen wilden Wurf mit ablaufender Uhr versenkte und somit erneut auf eine zweistellige Führung stellte (53:41, HZ.).
 
Für die Ulmer eröffnete Karim Jallow die zweite Halbzeit, der bisher besonders durch seine starke Defensive gegen Spielmacher Ferrell auffiel. Die Uuulmer taten sich aber nach der Pause schwer in gute Abschlusspositionen zu kommen. Der Tabellenletzte aus Ljubljana dagegen fand offensiv besser in das Spiel, verkürzte mit einem 0:9 Lauf den Rückstand auf zwei Punkte (55:51, 25.). Diesen beendete dann Brandon Paul bevor Yago mit einem unnachahmlichen Zug zum Korb punktete und dabei auch das Foul zog. Mit fortlaufender Dauer im dritten Abschnitt erlangten die Ulmer wieder die Kontrolle über das Spiel, agierten defensiv konzentrierter und so antizipierte Balldieb Juan Nunez den Pass, belohnte sich dann am anderen Ende des Feldes mit einem Floater (72:61, 30.). Der Start in das Schlussviertel war auf beiden Seiten fulminant, im Sekundenschlag fielen die Würfe – in den ersten drei Minuten erzielten beide Teams gemeinsam 18 Punkte. Vor allem der Youngstar Fedor Zugic (19) fing Feuer, bestätigte einen tollen Auftritt und versenkte zwei Dreier in Serie (3/4 – 75%). Dann sorgte Josh Hawley für ein Highlight, zeigte seine Sprungfeder und drosch den Putback-Dunk in den Ring (86:73, 34.). Mit seinem dritten Dreier (3/5) markierte Caboclo seinen 26 Punkt, stellte damit auf die höchste Führung im Spiel (93:78, 38.).

Topscorer der Ulmer ist wie zuletzt gegen Frankfurt Bruno Caboclo, der mit einer effizienten Quote aus dem Feld (57%) auf 26 Punkte kam. Auch von außen zeigte der Brasilianer seine Qualität, traf drei seiner fünf Dreierversuche und blieb von der Freiwurflinie makellos (5/5). Zusätzlich sicherte der Center fünf Rebounds, davon zwei am offensiven Brett. Neben Caboclo glänzte Fedor Zugic, der mit 21 Punkten eine persönliche Saisonbestleistung auflegte. Neben seinen Abschlüssen jenseits der Dreierlinie (3/6) fand der junge Montenegriner immer wieder den Weg zur Freiwurflinie (8/8).

Head Coach Anton Gavel: „Danke für die Glückwünsche. Wir wünschen der Mannschaft von Ljubljana alles Gute für die kommenden Spiele in der heimischen Liga – es ist keine einfache Situation. Wir sind sehr zufrieden mit dem Sieg, nachdem wir das Hinspiel mit 30 Punkten verloren haben. Wir wussten, dass es kein einfaches Spiel werden würde. Vor allem Zoran Dragic hatte in der ersten Halbzeit starke Momente. Ich denke wir haben das defensiv vor allem in der zweiten Halbzeit gut gemacht, so haben wir dann speziell auch deren Run im dritten Viertel gekontert. Offensiv haben wir stark den Korb attackiert, so 50 Freiwürfe provoziert und wieder einen Weg zu vielen Punkten gefunden. Dennoch müssen wir unsere defensive Identität finden, weil uns das bei weiterem Spielverlauf wehtun könnte. Dieser Sieg war sehr wichtig. Wir müssen weiter hart arbeiten, um uns eine gute Ausgangssituation zu verschaffen.“