Wiedereröffnung des Zoo Augsburg – Wie geht es eigentlich den Augsburger Elefanten?

Das regnerische Wetter ermöglichte dem Zoo Augsburg nach der „Corona-Pause“ einen sanften Neustart. Die Besucher, die sich vom Wetter nicht abhalten ließen bewegte besonders eine Frage: Was ist los mit unseren Elefanten im Augsburger Zoo?

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Foto: Wolfgang Czech

Mittlerweile sind aus dem Berliner Zoo zwei Elefantendamen angereist und haben sich auf der neuen Elefantenanlage eingemietet. Für die meisten der Besucher, die trotz des regnerischen Wetters am ersten Tag nach der „Corona-Pause“ in den Zoo Augsburg gekommen waren, stand deshalb ein Besuch der beiden „Zugereisten“ ganz oben auf der Wunschliste. Doch auf der wunderbaren neuen Außenanlage herrschte gähnende Leere, die Elefanten konnten nicht auf der neuen Fläche ausgemacht werden.

Mit einem Blick durch Fensterscheiben in die Halle konnten ihre massigen Körper in den Boxen erahnt werden. Der Zoo war wegen der Coronakrise geschlossen und die Innenanlagen sind es immer noch. Man kam deshalb die beiden Berlinerinnen am Montag noch nicht ganz nah zu sehen. Um den beiden die Kost und Logis so angenehm wie möglich zu gestalten, ist ihr bisheriger Tierpfleger gleich mit nach Augsburg angereist. Er wird die Tiere an das neue Domizil eingewöhnen.

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Und wo sind unsere beiden Damen Burma und Targa? Die stehen in der alten Anlage und wollen nicht umziehen. Täglich will ein Tierpfleger mit Leckerli die beiden durchs Tor locken – vergeblich. Die ältere Targa wagt zwar immer wieder ein paar Schritte in die neue Anlage, meist aber nur um ihr Futter abzuholen. Sobald der Eimer geleert ist, geht es zurück auf das vertraute Gelände. Burma bleibt standhaft und lässt sich erst gar nicht rüber locken. Ihren Rüssel streckt sie aber ins neue Gebiet um vom Pfleger eine Kleinigkeit aus der Hand zu stehlen. Mehr ist nicht drin. Sie muss sich hungrig mit ein paar Grasbüschel zufrieden geben.

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Es ist schwierig, die beiden von der artgerechteren, viel schöneren Anlage zu überzeugen. Und die Berlinerinnen trauen sich auch nicht an die frische Augsburger Luft. Kurz spazierte eine aus dem Tor – eine Drehung – und sie verschwand wieder im Elefantenhotel.

Fazit: Einen alten Baum verpflanzt man nicht so leicht.