Das Allround Talent Normen Weber holte sich die Sprint-Silbermedaille in Banja-Luka bei der Weltmeisterschaft im Wildwasser Rennsport (Bosnien-Herzogewina). Auch im abschließenden Teamwettbewerb konnte er sich nochmals Edelmetall sichern. Dreimal Silber, einmal Bronze bei der WM 2016 – das ist sicherlich ein äußerst tolles Ergebnis für den vielseitigen Sportler.

Normen Weber konnte sich dreimal über Edelmetall freuen. | Foto. H.Woppowa
Normen Weber konnte sich dreimal über Edelmetall freuen. | Foto. H.Woppowa

 

Der ganz große Coup blieb aus. Unter Flutlicht auf dem wilden Fluss Vrbas und grölendem Gebrüll der vielen Zuschauer fuhr Normen Weber (KSA Augsburg) ins Ziel ein. Vollgas vom Start bis ins Ziel. Die Wellen in der Vrbas Schlucht nahm Normen perfekt und baute den Speed in den wichtigsten Passagen auf. Am Ende in einem hochklassigen Canadier Finale dann der Vize-Weltmeistertitel für Normen Weber- der zwar „Gold“ gewinnen wollte und „Silber“ bekam. Sieger wurde hier Ondrej Rolenc/ CZE, Bronze ging an den Tschechen Vladimir Slanina. Aber enttäuscht war Weber gar nicht. Er war glücklich, die Medaille gewonnen zu haben, denn die ersten sechs kamen innerhalb von 0,8 Sekunden ins Ziel.

Es blieb übrigens die einzige Medaille für Deutschland an diesem Abend in den Sprint -Einzelentscheidungen. Mit Partner René Brücker fuhr Normen Weber kurz nach 22 Uhr auf Platz sechs im Canadier Zweier. Darüber freuten sich beide ebenso, da vorher Platz acht als realistisches Ziel ausgegeben wurde.

Sabrina Barm (KSA) erreichte im Finallauf der Canadier Einer Damen nach einem leichten Patzer zu Beginn – bei dem sie fast kenterte – den achten Rang. Sabine Füsser (KSA) im Damen Kajak fuhr in der Qualifikation auf Platz 13. und erreichte das Finale der besten 12 um Haaresbreite nicht.

Übrigens, Normen Weber‘s Silbermedaille war die 60. in der Geschichte der Kanu Schwaben bei Weltmeisterschaften. Diese freute auch den mitgereisten Kanu Schwaben Präsident Horst Woppowa.

Am letzten WM Wettkampftag ging es noch um  die Teammedaillen im Sprint, bevor die WM auf dem Vrbas beendet wurde. Auch hier zeigte sich Weber stark und erfolgreich. Mit seinem Partner Rene Brücker konnte er zum Abschluss noch die Bronzemedaille bei einfahren.

Rene Brücker und Normen Weber fuhren gemeinsam zu Bronze. | Foto: Marianne Stenglein
Rene Brücker und Normen Weber fuhren gemeinsam zu Bronze. | Foto: Marianne Stenglein

Für die Kanu Schwaben war es eine sehr erfolgreiche Weltmeisterschaft, denn sie kehrten mit insgesamt vier Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen und einer Silbernen in der Masterklasse H zurück.