Windböe verhindert WM-Team-Gold für Augsburger Olympiamedaillengewinner Aigner & Co.

Pech für die Kajak-Herren. Das Team mit dem Hammer Stefan Hengst und den beiden Augsburgern Noah Hegge und Hannes Aigner war im Team-Wettbewerb bei den Weltmeisterschaften in Bratislava am Mittwoch auf Goldkurs. Doch der Wind machte den Dreien einen Strich durch die Rechnung.

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(v.l) Hegge, Hengst, Aigner Quelle: Franz Anton.

„Ja, so ist das manchmal im Leben. Bis Tor 16 lief alles gut. Dann kam die Windböe, das Tor nach unten gedrückt und dann war die Freude im Ziel relativ kurz“, sagte Kajak-Bundestrainer Thomas Apel nach dem Rennen. Dem Jubel im Ziel über den gelungenen Lauf mit dem zwischenzeitlichen Platz eins auf der Anzeigetafel folgte große Enttäuschung. Tor 16 wurde nicht korrekt befahren, 50 Strafsekunden. Statt Sieg am Ende nur Platz 16.

„Ich war auf Sieg gefahren. Ohne Wind hätte es auch gepasst“, erklärte Stefan Hengst enttäuscht. „Man war darauf eingegangen, dass die durch den Wind die Torstäbe etwas wackeln und die Linie dadurch etwas enger wählen muss“, sagte Apel. „Aber wenn man auf Medaille fahren will, dann kann halt auch nicht jedes Tor einen Meter tiefer anfahren. So hat Stefan eine Entscheidung getroffen und musste dafür büßen.“ Sein Fazit: „Am Ende kommt es darauf an, jetzt aus der guten Leistung, die ja ohne den Fünfziger zu Gold gereicht hätte, das Positive mitzunehmen und im Einzel das einfach noch einmal umzusetzen.“

In den anderen drei Disziplinen K1 Damen sowie C1 Damen und Herren hat Deutschland kein Team an den Start gebracht.

Ergebnis Team-Wettbewerb K1-Herren

1. Frankreich, 2. Slowakei, 3. Slowenien, … 16. Deutschland

DKV/Uta Büttner