Sowohl für Paderborn, als auch für Augsburg war das heutige Kellerduell richtungsweisend. Für den FCA geht es nach einem knappen, aber durchaus verdienten 1:0-Auswärtserfolg nicht weiter in den Keller. Dies haben die Beteiligten im Anschluss gesagt.paderborn-fca_pk.png "Wir haben Regeln, die nicht eingehalten werden" | Die Stimmen zum Kellerduell des FC Augsburg in Paderborn Augsburg Stadt FC Augsburg News Newsletter Sport Baumgart Bundesliga FC Augsburg FCA Freistoß Fritz Max SCP | Presse Augsburg

Tomáš Koubek: „Wir wollten das Spiel gewinnen, das hat man nach den ersten 15 Minuten gesehen, in denen Paderborn überlegen war. Bei dem Elfmeter war es eine Lotterie der Gedanken und ich bin froh, dass ich mich für die richtige Ecke entschieden habe. Dieses Spiel wird uns weiteres Selbstvertrauen für die nächsten Wochen geben.“

Philipp Max: „Wir sind sehr erleichtert über unseren ersten Auswärtssieg. Wir sind hier hergefahren, um zu gewinnen, das haben wir geschafft. Es war natürlich nicht alles top, aber wir haben uns super reingekämpft. Den Freistoß wollte ich tatsächlich dorthin, umso mehr hat es mich gefreut, dass er am Ende auch reinging.“

Florian Niederlechner: „Der gehaltene Elfer zu Beginn war enorm wichtig, so hatten wir die Möglichkeit, uns ins Spiel zu kämpfen. Wir haben insgesamt gut gegen den Ball gearbeitet und uns riesige Möglichkeiten erarbeitet, müssen uns aber ankreiden lassen, dass wir diese Chancen nicht genutzt haben. Dennoch finde ich, dass der Sieg insgesamt aufgrund der besseren Möglichkeiten verdient ist. Wir haben einen guten Trend, den wir jetzt Zuhause gegen Hertha mit einem weiteren Sieg fortsetzen möchten.“

Klaus Gjasula (Paderborn): „Leider war der Elfmeter nicht platziert genug. Nach der Pause sind wir nicht mehr ausreichend vor das Tor gekommen“

zum Spielbericht: Zittern bis zum Ende | FC Augsburg mit knappem Auswärtssieg im Kellerduell bei Paderborn

Martin Schmidt (Trainer Augsburg): „Wir sind froh über den ersten Auswärtssieg seit April. Es ist eine Entwicklung zu erkennen, die wir jetzt auch mit drei Punkten untermauern können. Wir haben uns viele klare Chancen herausgespielt, müssen aber an der Effizienz weiter arbeiten. Letzte Woche haben wir durch Standard-Gegentore das Spiel verloren, heute durch einen Standard gewonnen. Der gehaltene Elfmeter war ein „Hallo-wach“-Effekt für uns, danach begann unsere beste Phase, aus der wir das ein oder andere Tor mehr hätten machen müssen. So blieb es bis zum Schluss eng, aber wir haben es gut nach Hause verteidigt.“

Steffen Baumgart (Trainer Paderborn): „In den ersten 15 Minuten waren wir die klar bessere Mannschaft, haben aber keine Tore gemacht. Danach war Augsburg besser, ehe wir ab der 60. Minute wieder besser reingekommen sind. Leider wurde wieder der große Aufwand nicht belohnt, aber es liegt an uns, wir wissen woran wir arbeiten müssen.“

„Ich halte das für eine Frechheit“, wütete Baumgart zur Entscheidung rund um den entscheidenden Freistoß bei Sky, ehe er im WDR nachlegte: „Am Ende macht mich das sauer, weil wir Regeln haben, die nicht eingehalten werden. Wir haben ja eben schon gehört, dass man sich immer Begründungen sucht, warum so etwas nicht überprüft wird – und dann wird es irgendwann lächerlich. Ich finde das schon schwierig, dass wir immer von Schiedsrichtern Ausreden hören, warum irgendwas nicht überprüft wird.“

Marco Fritz (Schiedsrichter) bei Sky: „Es sind eigentlich zwei Mauern. Es gibt eine Hauptmauer und es stehen zwei Spieler noch mal versetzt neben der Mauer. Dort dürfen sich die Augsburger Spieler aufhalten. Denn es ist erst ab drei Mann eine Mauer. So steht es im Regeltext. Ob die Augsburger einen Meter oder 85 Zentimeter von der Mauer wegstanden, kann ich auf dem Spielfeld nicht entscheiden“