„Wir müssen jetzt den Druck annehmen“ | Die Stimmen zur Niederlage des FC Augsburg beim VfB

Ein engagiertes und gutes Spiel des FC Augsburg, aber leider dennoch eine Niederlage im ersten Spiel mit Markus Weinzierl an der Seitenlinie. Das hatten die Beteiligten nach dem Spiel dazu zu sagen.
 
 
 
 

Florian Niederlechner: „Es ist wirklich absolut bitter, wenn man sieht welche Möglichkeiten wir haben. Am Ende lag es an der Chancenverwertung. Man sieht einfach, dass Stuttgart befreit spielen kann, wir hängen unten drin und dann verliert man ein Spiel, von dem du denkst, dass du es eigentlich nicht verlieren kannst. Es gilt jetzt den Mund abzuputzen, dieses Spiel zu verdauen und sich gegen Bremen dann zu belohnen. Ich hätte lieber auf mein Tor verzichtet und dafür Punkte mitgenommen.“

André Hahn: „Wir haben heute einen ganz klaren Plan gehabt vor dem Spiel, wollten mutig agieren und viel pressen. Das ist uns auch sehr gut gelungen. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, am Ende müssen wir diese aber auch nutzen. Das hat heute einfach gefehlt. Aber wir sind geschlossen als Mannschaft aufgetreten, so dass ich nach dem Spiel optimistisch bin, dass wir die nötigen Punkte noch holen werden. Als FC Augsburg kennen wir den Druck und können damit umgehen.“

Rafał Gikiewicz: „Bei den beiden Gegentoren haben wir nicht gut verteidigt, so dürfen die Treffer eigentlich nicht fallen. Selber haben wir viele Chancen gehabt, im Abschluss hat uns aber die Präzision gefehlt. So stehen wir mit leeren Händen da, obwohl wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Wir müssen jetzt den Druck annehmen, uns gegen die Situation stemmen und gegen Bremen wieder eine gute Leistung auf den Platz bringen und das Spiel gewinnen.“

Marco Richter: „Wir hatten ein richtig gutes Gefühl vor dem Spiel, waren gut eingestellt und haben das auch auf den Platz gebracht. Kämpferisch und auch spielerisch kann man uns wenig vorwerfen. Im Gegenteil, wir haben guten Fußball gezeigt, konnten uns aber nicht belohnen. Wir sind der FC Augsburg, werden jetzt den Kopf hochnehmen und mit vollem Fokus auf Bremen vorbereiten. Das Spiel wollen wir gewinnen.“

Jeffrey Gouweleeuw: „Wir hatten Chancen, das Spiel zu gewinnen, hatten auch klar die besseren Chancen als Stuttgart. Daher ist es bitter, dass wir hier gar nichts mitnehmen. Die Mentalität hat gestimmt, auch spielerisch war es gut, aber wir haben Fehler gemacht und unsere Chancen nicht genutzt.“

Fabian Bredlow (VfB): „Es war ein kampfbetontes Spiel, das uns im körperlichen Bereich alles abverlangt hat. Zum Glück konnten wir uns mit drei Punkten belohnen. Wir waren heute etwas kaltschnäuziger als der Gegner. Wir haben uns nicht so viele Chancen erarbeitet, diese aber konsequent genutzt. Es war ein dreckiger Sieg. Wir freuen uns über die drei Punkte.“

Sasa Kalajdzic (VfB): „Es war ein ‚interessantes‘ Spiel. Wir hatten Phasen, in denen wir gut im Spiel waren und dann wieder Phasen, in denen Augsburg gedrückt hat, wir dann gut verteidigt haben und wir zum Glück auch heute einen Torhüter hatten, der einen guten Job gemacht hat. Vor dem 2:1 bringt Darko den Ball sehr gut rein und ich bin auch mal dankbar, nicht springen zu müssen. Die Mannschaft hat sehr gut gekämpft. Jeder Spieler, der ins Spiel kommt, will sich zeigen und daher freue ich mich für die gesamte Mannschaft, dass wir heute diese drei Punkte geholt haben.“

Borna Sosa (VfB): „Nach den zuletzt vier Niederlagen tun diese drei Punkte gut. Jetzt fokussieren wir uns auf die beiden ausstehenden Aufgaben zum Ende einer intensiven Saison. Wir wollen in den verbleibenden Spielen konzentriert bleiben.“

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Markus Weinzierl (Trainer Augsburg): „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht, sind mehr gelaufen als der Gegner und hatten die besseren Torchancen. 12:2 Ecken und 21:15 Torschüsse sprechen in einem Auswärtsspiel für sich. Defensiv waren wir zweimal zu sorglos und in der Offensive nicht effektiv. Es wäre drin gewesen zu punkten und wir hätten sogar einen Sieg verdient gehabt. Die Jungs haben gezeigt, dass sie es können, daher werden wir das Positive mit in die nächste Woche nehmen und uns ganz konzentriert auf Bremen vorbereiten.“

Pellegrino Matarazzo (Trainer Stuttgart) : „Wir sind nach fünf Minuten gut ins Spiel reingekommen und dann auch in Führung gegangen. Nach 25 Minuten haben wir einige Fehler gemacht und sind dadurch aus dem Konzept gekommen. In der zweiten Hälfte waren wir zunächst zu passiv, Augsburg hat die Chancen gerochen und viel investiert und das Tor zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Wir haben dann aber wieder Zugriff gewonnen und man hat nach dem Spiel gemerkt, dass die Spieler den Sieg erkämpft haben – auch wenn er ein stückweit dreckig war.“

Quelle: fcaugsburg.de/vfb.de