„Wir weigern uns, Feinde zu sein“ – 300 Menschen verschiedenster Religionen setzen Zeichen gegen Terror

Rund dreihundert Menschen folgten dem Aufruf des Runden Tisches der Religionen und versammelten sich am Abend des 17. November im Augsburger Annahof zu einem multireligiösen Friedensgebet aus Anlass der Terroranschläge von Paris.wir_weigern_uns_feinde_zu_sein_05 „Wir weigern uns, Feinde zu sein“ - 300 Menschen verschiedenster Religionen setzen Zeichen gegen Terror Bildergalerien Kunst & Kultur News Politik Annahof Runder Tisch der Religionen Wir weigern uns Feinde zu sein | Presse Augsburg

 Als Vertreterin des Runden Tisches der Religionen sagte Stadtdekanin Susanne Kasch: „Die Terroranschläge von Paris erschüttern uns zutiefst. Unsere Gedanken und Gebete gelten zuerst den Opfern dieser schrecklichen Verbrechen und ihren Angehörigen. Die Morde von Paris erschüttern uns auch, weil die Attentäter mit ihrem Hass in die Mitte unserer Gesellschaft zielen: Sie wollen Misstrauen zwischen den Religionen säen, sie wollen das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens zerstören, sie wollen den Geist der Toleranz und der Verständigung töten. Wir wollen heute Abend dem Hass ein starkes Zeichen der Gemeinschaft entgegensetzen. Wir wollen beieinander sein, Zusammenstehen, gemeinsam unsere Trauer, unsere Sorge, unsere Fragen vor Gott bringen. Wir wollen gemeinsam für den Frieden beten und ein sichtbares Zeichen für den Frieden hier lassen.“

Im Anschluss beteten die Vertreter der Muslime, Aleviten, Israelitischen Kultusgemeinde und der Evangelischen und Katholischen Kirche jeder in seiner Tradition für den Frieden in der Welt.

Der Chor des Augsburger Stadttheaters, Kerstin Drescher (Mezzosopran) und Hans-Jürgen Huber (Trompete) bekundeten ihre Solidarität mit musikalischen Beiträgen.

Viele Besucher waren der Bitte gefolgt, eine Blume mitzubringen und legten sie vor dem Schriftzug „Wir weigern uns, Feinde zu sein“ nieder. „Wo Terroristen Hass säen, da wollen wir Blumen des Lebens und der Hoffnung pflanzen. Wo Terroristen uns auseinander bringen wollen, da lassen wir uns nicht zu Feinden machen!“ begründete Nikolaus Hueck von der evangelischen Kirche die Aktion.

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