Wirecard wollte Bayern Masken aus China beschaffen

Bis kurz vor der Insolvenz haben sich Vertreter von Wirecard bei Landesregierungen als Helfer in der Coronakrise angedient. Das zeigen Schriftwechsel, über die der „Spiegel“ berichtet. So bot der Konzern an, Bayern mit einer Million Corona-Masken und Schutzkleidung aus China zu beliefern.

Dts Image 11163 Jikgdqnses 3121 800 600Chinesische Frauen, über dts Nachrichtenagentur

Bedauerlicherweise seien „alle Unterlagen unzureichend“, schrieb jedoch die Vertreterin einer „Unterstützungsgruppe Beschaffungen“ an Wirecard. In Nordrhein-Westfalen wollte der Zahlungsdienstleister ausgerechnet Corona-Hilfsanträge auf Betrug überprüfen. Dabei wurden nach Ansicht der Staatsanwaltschaft München illegal erschlichene Corona-Hilfen über Wirecard-Konten gewaschen.

Die Landesregierungen von Bayern und NRW bestätigten auf Anfrage entsprechende Gespräche. Die Angebote gingen demnach in beiden Fällen von Wirecard aus und führten letztlich nicht zu Kooperationen.