Wirtschaftsdelegation aus Tunesien besucht das IHK-Bildungshaus Schwaben

Duales Berufsausbildung im Fokus

Die duale Berufsausbildung aus Deutschland entwickelt sich immer stärker zum Exportschlager. Auch Tunesien hat das System für sich entdeckt. Eine hochrangige Wirtschaftsdelegation des nordafrikanischen Landes hat nun das Bildungszentrum Augsburg-West des IHK-Bildungshauses Schwaben besucht.  

Delegation-Tunesien Wirtschaftsdelegation aus Tunesien besucht das IHK-Bildungshaus Schwaben News Wirtschaft | Presse Augsburg
Salah Chebbi, Tunesischer Konsul, Anis Azouz, Leiter des Mittelmeer-Projektbüros der IHK, Markus Anselment, stv. IHK-Hauptgeschäftsführer, Jalel Tebi, Manhel Sebai, Manfred Lang, Geschäftsführer des IHK-Bildungshauses Schwaben, Elyes Ghariani, tunesischer Botschafter, Rachid Seghaier. | Foto: IHK Schwaben

13 tunesische Firmenvertreter aus der Automotivbranche informierten sich über die Strukturen der Aus- und Weiterbildung in Schwaben. Begleitet wurden sie vom tunesischen Botschafter, Elyes Ghariani, dem tunesischen Konsul, Salah Chebbi, sowie Khaled Ben Yahia von der Deutsch-Tunesischen Industrie- und Handelskammer (AHK Tunesien). „Ich spüre einen großen Willen aus Deutschland, Tunesien wirtschaftlich und politisch weiterzuentwickeln, auch wenn dieser Prozess noch lange Jahre dauern dürfte“, erklärte Botschafter Ghariani. Seit zwei Wochen hat Tunesien nun eine neue Verfassung, die Demokratie und Freiheit für alle fest verankert. Nun will das Land wirtschaftlich Deutschland nacheifern. Wichtig sei dabei besonders Hilfe beim Technologietransfer von Aus- und Weiterbildung nach deutschem Vorbild.

Manfred Lang, Geschäftsführer des IHK-Bildungshauses Schwaben, zeigte im Gespräch mit den Gästen zwei mögliche Kooperationsansätze auf. So sei es möglich, tunesische Ausbilder in Augsburg nach dem Prinzip „Train the Trainer“ zu schulen. Außerdem könnte ein Ausbildungszentrum in Tunesien deutsche Berufsbildungsstandards vor Ort weitergeben. Die Delegation zeigte sich sehr interessiert an den Bildungslaboren des GTB (Gewerblich-Technisches Bildungs-Zentrum) und informierte sich über die Konzeption beruflicher Weiterqualifizierung. Im Anschluss wurden die tunesischen Wirtschaftsvertreter auch bei den Unternehmen MAN Diesel & Turbo sowie bei Faurecia empfangen. Bei den Werksführungen erfuhren die Besucher wie die Ausbildung in den Unternehmen funktioniert und zeigten sich beeindruckt von den Angeboten der innerbetrieblichen Bildungszentren.

Enge Bindung der IHK Schwaben nach Tunesien

Die IHK Schwaben hat über das Mittelmeer-Projektbüro in Lindau und dessen Leiter Anis Azouz enge Verbindungen nach Tunesien aufgebaut. So hat die IHK im Rahmen eines Pilotprojektes tunesische Jungingenieure für ein Praktikum in schwäbische Unternehmen vermittelt. Fünf der Fachkräfte aus Tunesien arbeiten mittlerweile in Festanstellung in Schwaben.

Quelle: PM IHK Schwaben