Heute wurde vor dem Augsburger Amtsgericht wegen einer vermeintlichen Körperverletzung durch den FC Augsburg-Profi Caiuby verhandelt. Wer war nicht gekommen? Der Brasilianer. Verhandelt wurde dennoch, bisher ohne Ergebnis.

Ein Platz blieb frei. Anwalt Fabian Krötz musste Caiuby entschuldigen. Der Brasilianer war nicht zur Verhandlung erschienen | Foto: Wolfgang Czech

„Ich kann mich nicht mehr erinnern, es ist schon so lange her“, war heute Vormittag der wohl meist gehörte Satz im Sitzungssaal 108 des Augsburger Amtsgerichts. In diesem Raum wurde gegen den Fußballprofi Francisco Da Silva, genannt Caiuby verhandelt. Und auch den  Brasilianer hat man schön länger nicht mehr gesehen. Auch heute nicht. Er sei an einem Flugplatz hängen geblieben, gab sein Anwalt Fabian Krötz zu Protokoll. Nicht das erste Mal, dass es der 31-Jährige nicht so mit der Pünktlichkeit hatte. Weil er im letzten Winter seinen Urlaub zum wiederholten Male eigenmächtig verlängert hatte, wurde er vom FC Augsburg freigestellt. Noch immer steht er aber beim Bundesligaclub unter Vertrag. Es fand sich kein Abnehmer für den Offensivspieler. Wohl aus gutem Grund.

Immer wieder Eskapaden außerhalb des Platzes

Ebenso unbestritten wie Caiubys fußballerische Fähigkeiten sind seine Eskapaden außerhalb des Platzes. Neben der eigenmächtigen Verlängerungen des Urlaubs soll er sich, dem Vernehmen nach, auch sonst häufiger beim FCA ein“Extrawürtschen“ gebraten haben. Auch im privaten Bereich fiel er immer wieder auf. Ein Türsteher sagte beispielsweise heute vor Gericht aus, dass der Brasilianer in (mindestens) zwei Augsburger Lokalen Hausverbot hätte. Gerichtlich ist er ebenfalls kein Unbekannter. Weil er 2017 nach einem Oktoberfestbesuch ohne Fahrschein in einem Zug aufgegriffen wurde, war er zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätze zu jeweils 750 Euro (insgesamt 22.500 Euro) verurteilt worden. Bereits zuvor war er wegen Schwarzfahrens aufgefallen.

Im Mai 2018 soll er schließlich einen Mann in der Augsburger Maximilianstraße mit einem
Kopfstoß verletzt haben. Der heute 27-Jährige war anschließend aufgrund der Verletzungen 5 Tage arbeitsunfähig krank geschrieben.