Wohin entwickelt sich die Wohnungslosenhilfe?

Über die Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe hat der geschäftsführende Ausschuss des Fachverbandes Evangelische Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe der Diakonie in Bayern in seiner jüngsten Sitzung beraten und informiert. Das Gremium traf sich in Augsburg, wo das hiesige Diakonische Werk mit dem Bodelschwingh-Haus, einem Wiedereingliederungszentrum für haftentlassene Männer, die einzige Einrichtung ihrer Art in Schwaben betreibt.

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Der geschäftsführende Ausschuss des Fachverbandes für Wohnungslosenhilfe und Straffälligenhilfe tagte in Augsburg. Foto: DWA/Eckart von links nach rechts: Gordon Bürk (Evangelisches Hilfswerk München), Willi Lippe (Evangelischer Gefangengenseelsorger JVA Straubing), Peter Selensky (Diakonisches Werk Rosenheim), Frank Schmidt (Herzogsägmühle), Dr. Ilona Luttmann, Sebastian Oehme (Diakonie Hochfranken), Andreas Kurz (Herzogsägmühle)

 

„Im Vergleich zu anderen Regierungsbezirken herrscht in Schwaben ein Angebotsdefizit“, so Harald Eckart, Leiter des Bodelschwingh-Hauses. Thema waren neben der geplanten Renovierung seiner Einrichtung auch der Ausbau des Arbeitsfeldes Wohnungslosenhilfe beim Diakonischen Werk Augsburg (DWA) sowie die Entwicklung der Augsburger Beratungsstelle für Strafentlassene (ABS), deren gemeinsame Träger das DWA, der SKM Augsburg – Kath. Verband für soziale Dienste, der Sozialdienst kath. Frauen (SKF) und die Justizvollzugsanstalt Augsburg sind.
Über den Wohnungsmarkt in Augsburg informierte Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer. Er machte deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum noch lange ein beherrschendes soziales Thema in Augsburg bleiben werde. Zudem sieht er Bedarf an zielgruppengerechten Angeboten für wohnungslose Menschen, die immer auch eine sozialpädagogische Hilfestellung beinhalten müssten. Dr. Ilona Luttmann, Fachvorstand des DWA, signalisierte die Bereitschaft des Werkes, als Partner bei der Entwicklung und Durchführung von Hilfsangeboten zur Verfügung zu stehen. Thema waren zudem die Herausforderungen, die sich für das DWA in der Wohnungslosenhilfe aufgrund des hohen Flüchtlingszuzugs ergeben.

pm