Wohnbaugruppe Augsburg verzichtet weitere sechs Monate auf Mieterhöhungen

Die Wohnbaugruppe Augsburg verzichtet bis Ende Juni 2021 auf Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis und verlängert damit ihr Versprechen um weitere sechs Monate. Bereits 2020 führte das Wohnungsunternehmen der Stadt Augsburg keine turnusmäßigen Mieterhöhungen durch. Grund ist die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage, der sich viele Augsburgerinnen und Augsburger durch die Corona-Pandemie gegenübersehen. Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Eva Weber hat die Wohnbaugruppe in diesem Entschluss bestärkt.

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Foto: Barbara Gandenheimer

Die Wohnbaugruppe Augsburg hat sich dazu entschlossen, im Jahr 2020 keine turnusmäßigen Mieterhöhungen durchzuführen. Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise verlängert das sozialverpflichtete Wohnungsunternehmen dieses Versprechen bis Sommer 2021. „Dies ist eine wichtige und richtige Entscheidung mit Vorbildcharakter, mit der vor allem finanziell schwächer gestellte Augsburgerinnen und Augsburger unterstützt werden“, betont Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Eva Weber. Wohnbaugruppe-Geschäftsführer Dr. Mark Dominik Hoppe begründet den Entschluss des Unternehmens mit der anhaltenden Pandemie und ihren Auswirkungen: „Die Corona-Krise hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt und viele Augsburger auch finanziell schwer getroffen. Wir möchten unseren Mieterinnen und Mietern weiterhin ein verlässlicher Partner sein und ihnen damit entgegenkommen.“

Durchschnittsmiete 2020 bei 6,02 Euro pro Quadratmeter

Ausnahmen des Mieterhöhungsverzichts bilden lediglich Wohneinheiten bzw. Wohnanlagen, bei denen Modernisierungsmaßnahmen erfolgten. Die getätigten Investitionen in Wohnwertverbesserungen für die Mieter, wie Badsanierungen oder der Anbau eines Balkons, sind durch Mietanpassungen zu refinanzieren. Generell liegen die Mieten der Wohnbaugruppe, mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 6,02 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2020 über den gesamten Wohnungsbestand hinweg, sehr deutlich unter dem aktuellen Marktniveau.

Verzicht auf mittleren sechsstelligen Betrag

Mit den ausgesetzten Mieterhöhungen in 2020 und im ersten Halbjahr 2021 verzichtet das Unternehmen auf Einnahmen im mittleren sechsstelligen Bereich. Gemäß den rechtlichen Gegebenheiten kann die Miete im Rahmen der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete innerhalb von drei Jahren um 15 Prozent erhöht werden. Diese Möglichkeit schöpft die Wohnbaugruppe vor dem Hintergrund ihres sozialen Auftrags nur zu rund 50 Prozent aus: Bislang wurde bei freifinanzierten Wohnungen eine Erhöhung der Miete um 5 Prozent alle zwei Jahre durchgeführt. Dies ist erforderlich, um die Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie den Wohnungsneubau durchführen zu können.

Baumaßnahmen laufen planmäßig

 Der Mieterhöhungsverzicht hat keinen Einfluss auf den Fortschritt laufender und geplanter Baumaßnahmen. Derzeit befinden sich 343 geförderte Wohneinheiten im Bau. Im Jahr 2021 plant die Wohnbaugruppe Augsburg darüber hinaus mit dem Neubau von 318 weiteren Wohnungen zu beginnen, 234 Wohneinheiten sollen dann bereits zur Neuvermietung zur Verfügung stehen. (pm)