Woidke warnt vor Scheitern der Energiewende

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Möglichkeiten der dezentralen Stromerzeugung und -verwendung zu stärken. „Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass sowohl Unternehmen als auch Kommunen regional produzierten Strom zu wirtschaftlich vernünftigen Konditionen abnehmen können“, sagte Woidke dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). „Kurz: Ökostrom dezentral produzieren und dezentral einsetzen. Das würde auch dazu führen, dass die Menschen in Regionen, wo Windkraftanlagen und große Solarfelder stehen, auch einen direkten Nutzen davon haben. Auch der Akzeptanz der Windkraftanlagen würde das guttun.“

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In Brandenburg investierten zunehmend Unternehmen, denen eine klimafreundliche Produktion wichtig sei, sagte der Regierungschef weiter.

„Dafür brauchen sie erneuerbare Energien – wovon Brandenburg eine Menge hat.“ Jetzt sei allerdings der nächste Schritt entscheidend. Doch statt die Möglichkeiten der regionalen Stromerzeugung und -verwendung zu stärken, „setzen wir weiter auf eine Energiewende, bei der wir versuchen, den Strom in Säcken von A nach B zu transportieren“. Der Netzausbau koste Milliarden und gehe mehr als schleppend voran.

„Wenn wir das nicht ändern, dann wird die Energiewende scheitern.“