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Woods ist die Königin des Kanuslalom-Weltcups in Augsburg – Lilik überzeugende Lokalmatadorin

Beim Weltcup-Finale im Kanuslalom und Kajak Cross begeistert aus Augsburger Sicht besonders Elena Lilik, die ein beeindruckendes Pensum absolviert. Die herausragende Athletin kommt allerdings aus Großbritannien. Kimberley Wood holte sich Erfolg im Kajak-Einer krönte sie sich auch im Canadier-Einer zur Weltcup-Siegerin und holte im C1 den Gesamtsieg.

Elena Lilik vom Kanu Schwaben Augsburg hat beim Weltcup-Finale im Kanuslalom und Kajak Cross ein beeindruckendes Pensum absolviert. Nach ihrem Silberrang im Kajak-Einer am Freitag legte die Allrounderin am Samstag im Canadier-Einer Platz fünf nach. Trotz kleiner Fehler auf der anspruchsvollen Heimstrecke zeigte sich Lilik zufrieden:„Dieser Heimweltcup mit dem tollen Publikum zwingt Dich dazu aggressiver zu fahren. Das hat mir sehr gut getan – auch wenn diese sechs Rennen in 36 Stunden sehr anstrengend waren.“

Kimberley Woods dominiert auch im C1 – Doppelsieg und Gesamtweltcup

Die große Siegerin des Wochenendes war Kimberley Woods aus Großbritannien. Nach ihrem Erfolg im Kajak-Einer krönte sie sich auch im Canadier-Einer zur Weltcup-Siegerin und holte damit den Gesamtsieg im C1 mit 264 Punkten. Die Britin war nach ihrem Triumph zwar glücklich, aber auch selbstkritisch:„Ich kann immer noch viel lernen, denn es waren noch einige Fehler, die ich künftig vermeiden möchte. Ja, ich will perfekt werden!“

Woods hatte sich im Juli noch in Augsburg vorbereitet – und fand dabei zum Glück gute Wasserverhältnisse auf dem Eiskanal vor, wie sie augenzwinkernd anmerkte.

Nele Bayn auf Rang 12 – Tasiadis mit bitterer Diagnose

Nele Bayn (Leipzig) beendete das C1-Finale der Damen auf dem zwölften Platz – eine solide Leistung der zweiten deutschen Finalistin.

Für Lokalmatador Sideris Tasiadis hingegen war das Wochenende ein herber Rückschlag. Der Olympia-Medaillengewinner musste bereits in der Qualifikation die Segel streichen, nachdem er ein Tor nicht korrekt befahren konnte – die Folge: 50 Strafsekunden. Dazu kam eine Ellbogenverletzung, die ihn bereits seit dem Weltcup in Tacen plagt.

Ein Protest gegen die Entscheidung wurde bewusst unterlassen, um Tasiadis nicht zusätzlich zu belasten. Wenig später dann die nächste schlechte Nachricht:

„Es macht keinen Sinn mit der Mannschaft zu fliegen, mit Schmerzen zu trainieren und dann vielleicht vor Ort festzustellen, dass es nicht geht.“

Mit diesen Worten erklärte Tasiadis seinen Verzicht auf die Weltmeisterschaft in Australien.

Nachwuchs überzeugt: Zimmermann mit starkem sechsten Platz

In Abwesenheit von Tasiadis rückte der deutsche Nachwuchs in den Fokus. Besonders Niels Zimmermann (19, Leipzig) lieferte eine beeindruckende Leistung: Nach einem starken vierten Platz in der Qualifikation und Rang acht im Halbfinale belegte er trotz sechs Strafsekunden im dritten Lauf des Tages einen starken sechsten Platz im Finale.

„Ich freue mich riesig über dieses Ergebnis, das mir sehr viel Selbstvertrauen gibt. Jetzt fahre ich gestärkt zur WM!“

Den Sieg holte sich Olympiasieger Nicolas Gestin (Frankreich), der mit 292 Punkten auch den Gesamtweltcup im Canadier-Einer gewann.

Ausblick: Kajak Cross als finaler Showdown

Am Sonntag, 7. September, folgt der abschließende Wettbewerb des Weltcup-Finals in Augsburg: der Kajak Cross. Die Achtelfinals starten ab 12:55 Uhr, die Finals der besten vier Damen und Herren sind für 15:02 Uhr angesetzt.

Mit dabei: Doppelsiegerin Kimberley Woods, die damit ein historisches Wochenende perfekt machen könnte.

Presse Augsburg
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