Würzburg | Unbekannte setzen Streifenwagen in Brand – Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise

Nach der Brandstiftung an einem Streifenwagen im Rahmen eines Einsatzes hat die Kriminalpolizei Würzburg die Ermittlungskommission „Bismarckturm“ gegründet. Die Beamten hoffen weiterhin auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung. Hierfür wurde auch ein Medien-Upload-Portal eingerichtet.

corona-demo-plaerrer4-140.jpg Würzburg | Unbekannte setzen Streifenwagen in Brand - Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise Bayern Vermischtes | Presse Augsburg
Symbolbild | Foto: Bruder

Bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt gingen Hinweise auf eine weder angemeldete noch genehmigungsfähige Musikveranstaltung ein, welche am Freitag im Bereich des Bismarckturms im dortigen Naturschutzgebiet stattfinden sollte. Über den Tag verteilt erfolgten mehrere Kontrollen des geplanten Veranstaltungsortes. Gegen 21:30 Uhr stellte eine Streife erste Aufbauarbeiten vor Ort fest, welche umgehend unterbunden wurden.

Im Rahmen einer nochmaligen Nachschau gegen 22:00 Uhr begaben sich die Beamten erneut zum Bismarckturm. Noch während der Kontrolle wurden diese durch eine unbekannte männliche Person darauf aufmerksam gemacht, dass einer der an der Einmündung Reußenweg / Albertsleitenweg abgestellten Streifenwägen in Brand gesetzt wurde.

Unbekannte stecken Streifenwagen in Brand

Beim Eintreffen der Beamten am Fahrzeug konnten an diesem im Bereich eines Reifens bereits Flammen festgestellt werden. Das Übergreifen des Brandes auf das gesamte Fahrzeug konnte durch eine weitere Streife mit einem Feuerlöscher noch vor Eintreffen der Feuerwehr verhindert werden. Eine umgehend eingeleitete Fahndung nach dem oder den Verursachern verlief ergebnislos. Der Sachschaden an dem nicht mehr fahrbereiten Pkw beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Noch vor Ort stellten mehrere Streifen der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt und Unterstützungskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei die Identität von rund 200 anwesenden Besuchern der geplanten Veranstaltung fest, welche als Zeugen der Brandstiftung in Betracht kommen.

Nach erster Spurenlage an dem Streifenwagen ist von einer vorsätzlichen Brandlegung auszugehen. Die weiteren Ermittlungen hinsichtlich der Brandstiftung werden nun durch die Kriminalpolizei Würzburg übernommen.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat noch in der Nacht ihre Arbeit vor Ort aufgenommen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde noch am Samstag die Ermittlungskommission „Bismarckturm“ gegründet.

Die Sachbearbeiter hoffen insbesondere auch weiterhin auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung und bitten Zeugen, die in der Nacht vor Ort Videoaufnahmen oder Fotos gemacht haben, der Polizei das Bildmaterial für die Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. Auf einem eigens eingerichteten Medien-Upload-Portal können die Dateien hochgeladen werden. Die Kriminalpolizei nimmt unter Tel. 0931/457-1732 jederzeit Zeugenhinweise entgegen und gibt Informationen zum Medien-Upload-Portal.

Polizei schaltet Medien-Upload-Portal für Videos:
Wer den Ermittlern sachdienliche Fotos oder Videos zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, die Aufnahmen auf einem bereitgestellten Medien-Upload-Portal hochzuladen. Die Weiterleitung der Dateien ist auch anonym möglich.