Am 9. August sind es 100 Tage, seit die neue Augsburger Stadtregierung ins Amt gewählt wurde. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und sein Regierungsteam nutzen die bevorstehende Sommerpause für eine erste Zäsur. Sie wird bestimmt von der Frage, wie der OB, die Bürgermeister und Referenten die erste Zeit der erweiterten Koalition aus CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen erlebt haben, was bisher konkret gelaufen ist und was mittelfristig ansteht (Infos auch unter www.augsburg.de).

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Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl
nennt die Zusammenarbeit der Koalitionspartner „von einem konstruktiven Willen getragen, die wichtigen Themen für die Stadt Augsburg voran zu bringen. Grundlage dafür war, mit Billigung des Stadtrats die internen Verwaltungsstrukturen in Teilen neu auszurichten und die Geschäftsverteilungsbereiche der Referate neu zu bestimmen. Bis so etwas rund läuft, gehen ein paar Tage ins Land.“

Die ersten 100 Tage seiner zweiten Amtszeit hat der OB aber unter anderem auch genutzt, um Einzelgespräche mit den Stadträten zu führen, die für alle vereinbart sind. „Der Kontakt zu den ehrenamtlich gewählten Vertretern unseres Stadtrats ist mir sehr wichtig – zumal viele neu dabei sind. In der Kommunalpolitik sollte man schon wissen, wie die Mitglieder des obersten Entscheidungsgremiums der Stadt persönlich einzuschätzen sind“, so Dr. Gribl.

Dass das regierende „Dreierbündnis“ Vorteile hat, liegt für den Stadtchef auf der Hand: „Mit CSU, SPD und den Grünen haben die drei stärksten Fraktionen im Rathaus politische und gestalterische Verantwortung für die Stadt übernommen. Entsprechend sind auch die Referate besetzt. Eine solche Konstellation steht für Konsens, nicht für Ausgrenzung. Ich bin der Auffassung, dass im Rathaus einer Stadt die Sacharbeit an erster Stelle stehen muss. Da kann es nur von Vorteil sein, parteiübergreifend gemeinsame Ziele zu vereinbaren. Das haben wir getan und zwar so, dass sich alle Partner mit ihrer ganz speziellen Handschrift in den interfraktionellen Kooperationsvereinbarungen wiederfinden“, so Dr. Gribl. Mit Blick auf die mittelfristige Planung der Stadtpolitik stehen bei ihm die Themen

–       Asylunterkünfte

–       Schulsanierungen

–       Neustrukturierung der städtischen Altenhilfe,

–       Sanierung des Theaters (Großes Haus)

–       Überführung des Klinikums zur Universitätsklinik

–       Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und

–       der Fortgang des Hauptbahnhof-Umbaus

an oberster Stelle des Arbeitsprogramms. Zusammen mit seinem Regierungsteam, so Dr. Gribl, sind erste wichtige Weichenstellungen bereits vorgenommen worden.

Eva Weber (CSU)

Neu im Amt als zweite Bürgermeisterin sowie als Doppelreferentin für Wirtschaft und Finanzen ist Eva Weber. Die vormalige Wirtschaftsreferentin hat die ersten 100 Tage in der neuen Koalition „als sehr konstruktiv erlebt. Durch die Koalitions- und Kooperationsvereinbarung wurden gemeinsame Ziele definiert, die uns von Anfang an als Leitlinie für unsere Arbeit dienen. Für mich persönlich ist das neue Aufgabenfeld aus Wirtschaft, Finanzen und Bürgermeisteramt eine spannende Mischung aus Kontinuität und neuen Herausforderungen. Ein kollegiales Miteinander zwischen den Referenten, aber auch mit den Stadträtinnen und Stadträten ist mir dabei ein besonderes Anliegen“, sagt sie.

In ihrer mittelfristigen Planung stehen folgende Themen und Schwerpunkte im Bereich der Wirtschaftsförderung ganz oben: